Über mich

Wie ich zu Flowfeather gekommen bin

Gestatten, Carsten Meyer!

Foto Carsten Meyer

Vieles von dem, was mich als Mensch ausmacht, hast du vielleicht bereits im Flowfeather Manifest gelesen. Hier möchte ich noch etwas zu meinem Werdegang und den wichtigsten Stationen meines Lebens ergänzen – einfach, damit du weißt, mit wem du es hier zu tun hast 😉.

Lass mich damit anfangen, warum mir gerade das Thema Mensch und Natur so sehr am Herzen liegt.

Grizzly Adams und das wilde Wohnzimmer

Die meisten naturbegeisterten Menschen erzählen, dass sie schon als Kind gerne in der Natur waren. Und das war bei mir auch nicht anders.

Aufgewachsen bin in einem kleinen Dorf mit einem (sehr kleinen) Wald direkt auf dem Nachbargrundstück und weiteren (größeren) Wäldern in der näheren Umgebung. Aus dieser Zeit stammen viele glückliche Erinnerungen an unzählige Stunden draußen im Wald und in der Natur.

Aber mindestens genauso viele schöne Erinnerungen habe ich an viele Samstag-Nachmittage, die ich vor dem Fernseher gesessen habe und mir die Serie “Der Mann in den Bergen” angeschaut habe.

Damals in den 1970er-Jahren gab es genau drei Fernsehprogramme (wenn die Wetterlage mitgespielt hat, dann hatten wir an manchen Tagen sogar vier 😅) und “Der Mann in den Bergen” mit Grizzly Adams, der in den kanadischen Rocky Mountains ein Leben in der Natur führte, war eines der Highlights im Programm (hier kannst du dir einen Trailer auf Youtube zu der Serie ansehen).

Ich war so begeistert von der Natur und den Tieren, dass ich die Geschichten anschließend im Wohnzimmer meines Elternhauses nachgespielt habe.

Ich schätze, dass meine Begeisterung für die nordamerikanischen Landschaften v.a. dort ihren Ursprung hat. Und wahrscheinlich auch dazu geführt hat, dass ich später dann Biologe geworden bin.

Studium, Wölfe und ein amerikanischer Traum

Studiert habe ich Dipl.-Biologie in Münster, Osnabrück und Umeå (Nordschweden). Während dieser sehr spannenden Jahre, in denen ich alle meine Interessen in Ökologie, Zoologie und Verhaltensforschung ausleben konnte, hatte ich die einmalige Gelegenheit, für drei Monate in die USA zu gehen.

Dort habe ich viele der wunderschönen Nationalparks in den USA und Kanada besuchen dürfen und anschließend noch ein mehrwöchiges Praktikum im Wolf Park (Indiana) machen können.

Beides hat mich tief geprägt.

Ich hatte damals das Gefühl, angekommen zu sein. Angekommen in einer Landschaft, in der ich mich zu Hause gefühlt habe und die bis in jede Faser eine Form von Spiritualität geatmet und verkörpert hat, wie ich es mir nicht hätte vorstellen können.

Gleichzeitig war der intensive Kontakt zu den Wölfen im Wolf Park eine extrem bereichernde Erfahrung, für die ich noch heute dankbar bin.

Altair, Alpha-Wölfin im damaligen Rudel im Wolf Park

Das erste Mal hatte ich damals die Erfahrung gemacht, dass Tiere (v.a. Wildtiere) eine wirklich eigene Persönlichkeit haben. Eine eigenständige, unverkennbare und individuelle Persönlichkeit, wie ich es bis dahin eigentlich nur Menschen zugesprochen hatte.

Die Erfahrungen in den USA haben dazu geführt, dass ich schließlich für meine Diplomarbeit ein Thema gesucht habe, bei dem ich “richtig in der wilden Natur” arbeiten und forschen konnte.

Fündig geworden bin ich an der SLU (Sveriges Lantbruksuniversitet) in Umeå, wo ich Unglückshäher (die nordische Variante unseres Eichelhähers, die, wie ich erfahren sollte, ebenfalls eine individuelle, eigenständige Persönlichkeit haben) beobachten und untersuchen sollte.

Und dann nahm mein Leben eine ziemlich dramatische Wendung.

Ende eines Lebensabschnittes

Während meiner Diplomarbeit und noch intensiver, als ich aus dem Material für die Diplomarbeit heraus zusammen mit meinem Mentor an der SLU ein wissenschaftliches Forschungspaper publizierte, wurde mir plötzlich klar, dass die Wissenschaft nicht mein Zugang zur Natur war.

So sehr mich die Biologie auch in den Jahren zuvor interessiert hatte, als ich das erste Mal wirklich wissenschaftlich gearbeitet habe und das Verhalten der Unglückshäher, die ich untersuchte, im 30-Sekunden-Takt notiert und anschließend statistisch ausgewertet habe, war klar, dass das nicht mein Weg ist.

Ein Fluss mit Felsen und Bäumen im Hintergrund.

Stattdessen hatte ich mich oft dabei ertappt, dass ich viel lieber die Bäume und die wundervollen Landschaften in Nordschweden fotografiert hätte.

Mir fehlte in der Wissenschaft einfach der kreative, intuitive und – wie ich mittlerweile weiß – auch der spirituelle Zugang zur Natur.

Als wenn diese Erkenntnis nicht schon schwer genug zu verdauen gewesen wäre, kam jetzt am Ende des Studiums noch eine schwere persönliche Krise hinzu.

Ende vom Lied war, dass ich mich nach einigen Monaten, in denen ich mich zu absolut gar nichts mehr aufraffen konnte, komplett in Arbeit gestürzt habe und jede freie Minute in meine Diplomarbeit, in das Forschungspaper und in die Vorbereitung auf meine Diplomprüfungen investiert habe. Am Ende der Geschichte steckte ich in einem schweren Burnout.

Ich hatte keine Ahnung, wie es in meinem Leben weitergehen sollte.

Die Harzreise

Glücklicherweise ergab sich zu dieser Zeit (zu Beginn der 2000er-Jahre) die Gelegenheit, ein sechsmonatiges Praktikum im Nationalpark Harz zu machen. Dort hatte ich das erste Mal Kontakt mit dem Thema Waldführungen, die ich damals für Schulklassen und Wandergruppen durchgeführt habe.

Tatsächlich waren in diesen Waldführungen damals schon viele Elemente des heutigen Waldbadens vorhanden, obwohl Waldbaden zu der Zeit in Deutschland noch weitestgehend unbekannt war.

Die Zeit im Harz, die ich in der Überschrift in Anlehnung an Heinrich Heine “Die Harzreise” genannt habe, war aber noch aus einem weiteren Grund sehr wichtig für mich.

Speziell an den Wochenenden gab es damals nämlich für mich im Harz nicht viel zu tun. Ich hatte eine kleine 2-Zimmer-Wohnung, in der ich nicht den ganzen Tag sitzen konnte und wollte.

Deshalb bin ich oft und lange in den Wäldern im Harz unterwegs gewesen.

Rückblickend waren es vor allem auch diese vielen Wanderungen durch die Wälder des Harzes, die mich aus meinem Burnout, in dem ich damals noch steckte, herausgeholt haben*. Während dieser Zeit habe ich am eigenen Leib erfahren, wie tiefgreifend die heilende Wirkung des Waldes auf Körper, Geist und Seele ist.

Neben Grizzly Adams und den Rocky Mountains sind diese persönlichen Erfahrungen mit dem Burnout und der Heilkraft der Natur mit Sicherheit weitere Gründe dafür, dass ich mich heute so sehr für das Thema “Natural Balance” begeistern kann.

*solltest du persönlich unter einem Burnout leiden, suche dir bitte unbedingt professionelle Unterstützung. Der Aufenthalt in der Natur ist eine wunderbare Hilfe auf dem Weg aus dem Burnout, aber er ist kein Ersatz für eine professionelle Begleitung.

Weitere Stationen…

Schon während meines Studiums habe ich als Webentwickler für eine Umwelt-Datenbank gearbeitet (UfAZ). Nach meinem Praktikum im Harz habe ich daran anknüpfend eine knapp einjährige Weiterbildung zum Multimedia-App-Entwickler beim Siemens Business Service in Bonn gemacht.

Mein Plan war, Multimedia – damals ein brandneuer Trend – zu nutzen, um Lernsoftware im Umweltbereich zu entwickeln und anzubieten. Unser Jahrgang war allerdings damals genau passend zum Platzen der Dot-Com-Blase fertig 😅, so dass ich die geplante Karriere als Entwickler von Multimedia-Lernsoftware an den Nagel hängen musste.

Einige Zeit lang war ich dann selbstständig und habe schwerpunktmäßig Internetprojekte im Umweltbereich entwickelt und betreut (u.a. für GreenMediaNet, eine Medienagentur für ökologische Projekte, aus der später die “Stiftung für Mensch und Umwelt” hervorgegangen ist).

Letztlich habe ich mich dann entschieden, Lehrer zu werden und noch einmal ein (verkürztes) Studium, diesmal in Lüneburg, gemacht. Nach vielen Jahren an verschiedenen Schulen in Südhessen, arbeite ich heute als Lehrer für Biologie und Physik an einer Oberschule in Niedersachsen.

…und Ausbildungen

Mein Job als Lehrer ist es, zu lehren. Das heißt allerdings nicht, dass ich nicht gleichzeitig auch ein begeisterter Lerner bin. Tatsächlich bin ich nach wie vor an so vielen Dingen interessiert, dass ich manchmal (oft) aufpassen muss, dass ich mich nicht verzettelte.

Aus dieser Motivation heraus habe ich mich in den letzten ca. 10 Jahren intensiv mit dem Thema Coaching befasst und eine ganze Reihe von Ausbildungen dazu absolviert.

Dazu gehören:

  • NLP-Practitioner (DVNLP, EANLP, INLPTA) und NLP-Practitioner-Coach (DNLPCV)
  • NLP-Master (DVNLP, EANLP) und NLP-Master-Coach (DNLPCV)
  • emTrace® – Coach
  • CQM – Anwender (Chinesische Quantum Methode)
  • Huna – Practitioner
  • EFT & TFT Tapping Practitioner

Aktuell bin ich dabei, meine Ausbildung zum Gruppenleiter Waldbaden (Bundesverband Waldbaden e.V.) abzuschließen.

All das, zusammen mit meinen persönlichen Erfahrungen im intensiven Kontakt mit der Natur, fließen in die Inhalte hier bei Flowfeather mit ein, so dass ich hoffe, dass du viele Inspirationen und Erkenntnisse für dich daraus mitnehmen kannst.

Last, but (mit Sicherheit) not least: Jacky

Jacky im Wald

Vielleicht bist du meinem Hund Jacky schon auf der Seite Natur tut gut! begegnet. Dort hatte ich es schon geschrieben, aber ich will es hier noch einmal wiederholen, weil die Zeit mit Jacky einfach so eine extrem wichtige Zeit für mich ist, dass ich gerne mehrmals darüber schreibe 😍.

Jacky begleitet mich jetzt schon seit fast 13 Jahren. In diesen vielen Jahren sind wir Tausende von Kilometern zusammen durch die Natur gewandert (ich habe es mal überschlagen, es müssten insgesamt fast 20.000 Kilometer sein).

Ohne Jacky hätte ich im Verlauf der Jahre vielleicht vergessen, wie wichtig die Natur für mich ist. Einfach, weil solche Dinge oft sehr schnell im Alltagsstress untergehen.

Denn im Alltagsstress ist scheinbar nie die Zeit da, um raus in die Natur zu gehen.

Aber nicht so mit Jacky 😀!

Und so bin ich seit vielen Jahren Tag für Tag mit Jacky im Wald und in der Natur unterwegs. Und das hat meine Liebe zur Natur so tief in mir verankert, dass ich Jacky bis in alle Ewigkeit dafür dankbar sein werde.

Oft haben wir uns während unserer Wanderungen durch die Natur irgendwo auf eine Wiese gesetzt und haben dort für einige Stunden einfach nur dagesessen und in die Natur geschaut.

Manchmal kam ein Fuchs vorbei, oft haben wir Hirsche oder Rehe beobachtet. Am Himmel zogen Milane oder Bussarde ihre Runden.

Das sind Erfahrungen, die sich tief in meine Erinnerung geprägt haben und an die ich mich immer sehr gerne zurückerinnern werde.

Flowfeather ist deshalb auch irgendwie Jackys Projekt und Message an die Welt. Denn ohne Jacky wäre Flowfeather vielleicht nie entstanden.