Die Kraft der Natur

Bäume im Redwood-Forest in den USA

Mit meinem Hund Jacky bin ich in den letzten Jahren tausende von Kilometern in der Natur unterwegs gewesen.

Von den Bergen der Alpen, über die Felder und Wälder vor der Haustür, bis hin zu den großen Seen in Schweden und den Fjelllandschaften Norwegens.

Dabei habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, wie viel Kraft und Energie die Natur uns schenkt – wenn wir offen sind für das, was die Natur uns zu geben hat.

Aus meiner Sicht sind deshalb der Kontakt mit der Natur und der Aufenthalt in der Natur der Königsweg zu innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und der eigenen Lebensvision. Die Arbeit mit und in der Natur ist deshalb immer wieder ein zentrales Thema hier bei Flowfeather.

Und dafür gibt es eine Menge guter Gründe.

Natur und Achtsamkeit

Der Aufenthalt in der Natur ist eine wunderbare Möglichkeit, Achtsamkeit zu üben. Natürlich kann man das auch überall anders machen, aber in der Natur fällt es uns besonders leicht.

Denn die Natur spricht alle unsere Sinne an: Wir sehen, hören und fühlen den Wind, den Regen, die Stämme der Bäume. Wir schmecken die Früchte und riechen den Duft der Blumen.

Wenn wir auf diese Weise in der Natur unterwegs sind, kommen wir automatisch wieder in den gegenwärtigen Moment zurück.

Sonnenuntergang am Meer

Und das ist der einzige Moment, in dem das Leben stattfindet.

„Leben ist immer jetzt und niemals nicht jetzt“, sagt Eckart Tolle, einer der berühmtesten spirituellen Größen unserer Zeit.

Auf diese Weise verbindet uns der Aufenthalt in der Natur wieder mit dem Leben.

Für mich stellt übrigens das Fotografieren in der Natur, also die Natur- und Landschaftsfotografie, eine der wunderbarsten Möglichkeiten dar, Achtsamkeit in der Natur zu praktizieren.

Wenn ich mit der Kamera durch den Wald gehe oder durch eine Landschaft wandere, nehme ich die Natur viel intensiver wahr. Dann bin ich ganz präsent und im gegenwärtigen Augenblick. Einige der Fotos, die dabei entstanden sind, findest du auf meiner Website Carsten Meyer Photography.

Natur versetzt uns in Ehrfurcht

Wer einmal in einer atemberaubend schönen Landschaft unterwegs war, der weiß, wie schnell eine solche Landschaft einen aus dem täglichen Gedankenstress rausbringt und in ein ehrfürchtiges Erstaunen versetzt.

Während meines Biologie-Studiums bin ich mit einem Freund für einige Wochen in den Nationalparks der USA unterwegs gewesen.

Die majestätische Schönheit des Yellowstone und des Yosemite Nationalparks, die beeindruckende Größe der Mammutbäume im Redwood Nationalpark oder die Stille der Wüstenlandschaften im Südwesten der USA sind Erlebnisse, die mich bis heute prägen.

Diese Landschaften atmen Spiritualität und drücken eine Heiligkeit des Lebens und der Erde aus, die auch auf uns selbst einen heilenden Einfluss hat – ganz im Sinne des Wortes „heilig“ als „ganz sein“.

Grand Canyon, USA

Im Aufenthalt in der Natur werden wir wieder ganz und nehmen uns als Teil eines größeren Ganzen wahr.

„In der Wildnis spüre ich das Wunder des Lebens, und dahinter verschwimmen unsere wissenschaftlichen Errungenschaften zu Kleinigkeiten.“, sagt der Flugpionier Charles Lindbergh. Die Äbtissin und Heilige Hildegard von Bingen drückt es so aus: „Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit und diese ist grün.“

Diese Kraft können wir uns zunutze machen, wenn wir in der Natur unterwegs sind.

Und das muss nicht unbedingt ein Yellowstone Nationalpark sein. Auch der Wald vor der Haustür kann die Kraft ausdrücken, von der Hildegard von Bingen spricht.

Denn auch dort kann ich die Energie und die Kraft der Natur spüren.

Natürliche Energie ist kohärent.

Das bringt mich zu einem weiteren Punkt: Kohärenz. Von Kohärenz spricht man in der Physik, wenn Wellen miteinander zusammenhängen.

In der Natur ist alles mit allem auf unterschiedlichsten Ebenen verbunden und alles tritt miteinander in Wechselwirkung. Die Energie und die Schwingungen in der Natur sind daher kohärent und aufeinander abgestimmt, nicht isoliert und chaotisch.

Wenn wir in der Natur sind, überträgt sich diese Kohärenz der Schwingungsenergie auch auf unser eigenes Energiesystem. Wir fühlen uns dann klarer, frischer und auch verbundener mit der Erde und dem Universum.

Glacier Nationalpark, USA

In unserer rational geprägten Kultur sind wir es leider nicht gewohnt, auf diese Weise die Welt zu betrachten. Dadurch nehmen wir uns aber viele Möglichkeiten, wunderbare Erfahrungen zu machen.

Vom genialen Physiker und Visionär Nikola Tesla (nach dem Elon Musk seine Firma Tesla benannt hat) stammt das folgende Zitat: „Möchtest du die Geheimnisse des Universums erfahren, denke in den Begriffen Energie, Frequenz und Schwingung.“

In eine ähnliche Richtung denkt auch der Stanford-Professor William Tiller, wenn er sagt: „Die Medizin der Zukunft wird auf Veränderung der Energie-Frequenzen im Körper beruhen.”

Und genau das passiert in der Natur. Unser gesamtes Energie- und Schwingungssystem wird positiv beeinflusst – und das ist maßgeblich dafür, wie gesund wir uns fühlen.

In der Natur haben wir Zugang zu unserer Intuition

Die kohärente Energie der Natur beeinflusst unser eigenes Energiesystem auch noch auf andere Weise: Wir fühlen uns von Fremdenergien und störenden Einflüssen umso befreiter, je intensiver wir mit der Natur in Kontakt kommen.

Wir fühlen uns dann authentischer und mehr bei uns selbst. Und das bringt uns wieder in Kontakt mit der intuitiven Weisheit in uns selbst.

Deshalb ist der Aufenthalt in der Natur eine wunderbare Möglichkeit, Impulse für die eigene Vision vom Leben zu bekommen. Einsiedler und Mönche haben das schon seit jeher genutzt, um in der Natur zu tiefen Einsichten über das Leben zu kommen.

Der berühmte Physiker Albert Einstein sagt dazu: „Schau tief in die Natur und dann verstehst du alles besser.“

Die Natur ist beseelt

Aus der hawaiianischen Huna-Philosophie habe ich für mich die Idee übernommen, dass alles im Universum belebt, bewusst und kommunikativ ist („everything is alive, aware and responsive“). Wir könnten auch sagen, alles im Universum ist beseelt. Oder, wie der „Pflanzenpabst“ Wolf-Dieter Storl es für die Pflanzen ausdrückt: umseelt.

Beseelte Natur

Das gibt uns die Möglichkeit, mit allem im Universum – und eben auch mit allem in der Natur – in einen Dialog zu treten.

Probiere das einfach einmal aus, wenn du das nächste Mal im Wald unterwegs bist. Suche dir einen Baum oder eine andere Pflanze aus, der bzw. die dich anspricht. Dann versuche, innerlich so neutral und gleichzeitig offen zu werden, wie es geht.

Formuliere in Gedanken eine Frage, die du an den Baum oder die Pflanze richtest. Und dann spüre in dich hinein, welche Antwort in dir entsteht.

Aus Sicht der Huna-Philosophie (und auch aus meiner Sicht) kommunizieren wir auf diese Weise tatsächlich mit dem Spirit des Baumes oder der Pflanze.

Auch das ist erst einmal ein ungewohnte Gedanke, eröffnet aber viele Möglichkeiten, neue Erkenntnisse und Ideen über das Leben, über sich selbst und über die eigene Lebensvision zu erhalten. Schamanen und Heiler auf der ganzen Welt haben genau diese Art zu kommunizieren seit Tausenden von Jahren genutzt, um ein tiefes Wissen von der Natur und über die Natur zu erhalten.