Das Flowfeather Manifest

Im Flowfeather Manifest erfährst du, was Flowfeather bedeutet, welche Werte hinter Flowfeather stehen und ganz allgemein, was mir persönlich wichtig ist im Leben und was daher immer wieder einen Niederschlag in den Angeboten und Artikeln auf flowfeather.de findet.

Aber lass und erstmal damit anfangen, wie Flowfeather zu seinem Namen gekommen ist.

Die Bedeutung von „Flowfeather“

Zugegeben, der Name ist etwas ungewöhnlich. Genauso, wie die Geschichte, wie es zu diesem Namen gekommen ist.

Was war passiert?

Ich war schon länger auf der Suche nach einem passenden Namen für das, worüber ich auf dieser Website schreiben will. Ich wusste, es geht um Resilienz, innere Ruhe und Gelassenheit, in seiner Mitte sein und darum, wie man sich und seine Energie wieder in die Balance bringt.

Kurz: Es geht darum, im Flow mit sich und dem Leben zu sein.

Nun war ich in jungen Jahren einmal mit einem sehr guten Freund für einige Wochen mit dem Motorrad in Norwegen unterwegs. Wir haben gecampt, viel geredet und philosophiert und irgendwann ist mir mein Campingbesteck in einen Fluss gefallen.

„Alles ist im Fluss – inklusive meinem Besteck“, war danach für einige Jahre quasi schon ein geflügeltes Wort in unseren Gesprächen.

Klar, dass ich das irgendwie im Namen meiner Website aufgreifen musste. Daher kommt das „Flow“ in Flowfeather, denn „Flow“ bedeutet „fließen“ oder „im Fluss sein“.

Und im Flow zu sein, bedeutet eben auch, innere Ruhe zu spüren, in Balance zu sein und mit Gelassenheit den Herausforderungen des Alltags zu begegnen.

Soweit, so gut. Aber warum Flowfeather?

Anhänger Flow Feather

Ein Schlüsselanhänger als Namenspate

Vor einiger Zeit bekam ich von einer Freundin einen Schlüsselanhänger geschenkt. Einen sehr kunstvoll hergestellten Anhänger mit einem Lederband, das mit silbernen Klammern eingefasst ist und an dessen Ende eine Feder aus Silber baumelt.

Die Freundin sagte mir, dass sie auf einem Kunsthandwerkermarkt war und dort einen Stand mit südamerikanischer Kunst besucht hätte. Der Künstler an dem Stand hatte ihr den Anhänger mit dem Hinweis geschenkt, dass er für mich sei – obwohl er mich ja gar nicht kannte.

Auf dem Weg nach Hause war dann plötzlich der Gedanke da: Flowfeather.

So ist Flowfeather zu seinem Namen gekommen. Aber der Name hat natürlich auch seine Bedeutung.

Was die Feder für mich bedeutet

Die Bedeutung von Flow kennst du bereits. Feather, also die Feder, steht für die verschiedensten Ressourcen, die wir in uns tragen und für uns nutzen können. Alle unsere Fähigkeiten, Talente, Kenntnisse und Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens erworben haben. Aber auch Dinge wie Zeit, Energie, Motivation, Neugier usw. sind solche Ressourcen.

Genauso, wie eben auch Gelassenheit und innere Ruhe. 

Jeder Vogel draußen in der Natur weiß, wie wichtig sein Gefieder ist und verbringt deshalb viel Zeit mit der Gefiederpflege. Genau das sollten wir auch mit unseren Ressourcen tun. Wir sollten uns aktiv darum kümmern, unsere Ressourcen „in Schuss zu halten“, so dass wir jederzeit darauf zugreifen können.

Wenn ein Vogel sein Gefieder in Schuss hält, kann er abheben und frei am Himmel fliegen.

Genauso ist das auch mit den Ressourcen in unserem Leben: Je besser wir uns um unsere Ressourcen kümmern, desto leichter fällt es uns, frei zu sein und das in unserem Leben zu machen, was uns wichtig ist und was wir gerne tun wollen – und so unsere ganz eigene Vision von unserem Leben zu entwickeln.

Alles ist Energie und Energie ist alles

Ohne Energie geht nichts in unserem Leben. Das gilt nicht nur für die Infrastruktur und Industrien ganzer Länder, sondern eben auch für uns als Mensch und lebendiges Wesen. Wenn du mit wenig Energie durchs Leben gehst, wird alles andere schwierig.

Wenn wir gestresst sind, in Hektik verfallen und angespannt sind, haben wir aber keinen Zugang mehr zu dieser wichtigen Ressource in unserem Leben.

Erst wenn wir innerlich ruhig und gelassen sind, kann die Energie in uns frei fließen und wir haben wieder Zugang zur grenzenlosen Energie des Universums. Dann können wir beschwingt und gut gelaunt durchs Leben gehen und mit den Herausforderungen in unserem Leben besser umgehen.

Genau deshalb liegt die Kraft auch in der Ruhe – du erinnerst dich, das Sprichwort. Wit müssen „zur Ruhe kommen“, wenn wir uns regenerieren und neue Kraft tanken wollen. In einer „ruhelosen“ Gesellschaft ist es deshalb kein Wunder, wenn immer mehr Menschen unter Erschöpfung leiden und Burnout inzwischen sogar bei jungen Menschen keine Seltenheit mehr ist.

Daher gehören innere Ruhe und Gelassenheit zu den wichtigsten Ressourcen überhaupt in unserem Leben, um die wir uns deshalb gut kümmern sollten.

Und nichts bringt uns schneller wieder in die Balance als der Aufenthalt in der Natur oder die Arbeit mit den Kräften der Natur. Die Feder in Flowfeather steht deshalb auch für die Arbeit mit und in der Natur und deshalb findest du hier auch immer wieder Inspirationen dafür, wie du deine Verbindung zur Natur stärken und so die Energien der Natur besser für dich nutzen kannst.

„Von allen Wegen, die Du in Deinem Leben wählst: Stelle sicher, dass einige von ihnen unbefestigt sind“, schreibt der schottisch-amerikanische Autor, Naturphilosoph und Begründer der Nationalpark-Idee John Muir.

In, mit und von der Natur können wir mehr lernen, als aus allen Büchern dieser Welt.

Die Kernwerte hinter Flowfeather

  1. Balance
    Eine Waage ist in Balance, wenn auf beiden Seiten das gleiche Gewicht liegt. Drückt man dann die eine Seite leicht herunter, schwingt die Waage in die andere Richtung und pendelt so lange hin und her, bis sie wieder „in ihrer Mitte ist“. Genauso ist das bei uns: Wenn wir eine schwierige Phase der Belastung erleben, brauchen wir zum Ausgleich eine Phase der Regeneration, um wieder in unsere Mitte zu kommen. Wer immer nur im Stress ist, der kippt irgendwann um – genau wie eine Waage, bei der das Gewicht auf einer Seite größer ist. Das gleiche gilt auch andersherum: Wer immer nur nach Entspannung sucht, hat keine Energie mehr, um aktiv zu sein. Für ein erfülltes Leben brauchen wir den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung.
  2. Harmonie
    Harmonie bedeutet nicht, den ganzen Tag lächelnd durch die Gegend zu gehen, die eigene Wut „wegzuatmen“ und so zu tun, als ob alles fluffy ist. In Harmonie zu leben bedeutet, im Einklang mit sich und der Welt um sich herum zu leben. In der Musik entsteht eine Harmonie immer dann, wenn Töne bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgen. Harmonie im Leben entsteht dann, wenn wir den Gesetzmäßigkeiten des Lebens folgen. Das bedeutet, die Dinge zu tun, die sich stimmig anfühlen. Dinge, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie richtig sind. Harmonie bedeutet daher auch, sich die Zeit zu nehmen, in eine Situation hineinzuspüren. Und auch: Die eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen und ihr zu vertrauen. „In Harmonie leben“ ist deshalb ein Prozess, bei dem es darum geht, der eigenen Intuition mehr Vertrauen zu schenken – ohne deshalb den Kopf gleich ganz auszuschalten.
  3. Freiheit
    Freiheit hat viele Bedeutungen. Für den einen bedeutet es, alles machen zu können, was man will. Für den Philosophen Jean-Jacques Rousseau lag die Freiheit eher darin, nicht das tun zu müssen, was man nicht will. Für mich bedeutet Freiheit die Erkenntnis, dass Grenzen vor allem in unserem Kopf existieren. „Wenn der Geist flexibel ist, ist die Welt flexibel“, sagt der amerianisch-tibetische Buddhist Sakyong Jamgon Mipham Rinpoche. Grenzenlose Freiheit spüre ich immer dann, wenn ich mich in einer großartigen Natur aufhalte. Dann fühle ich mich „grenzenlos gut“.
  4. Selbstliebe und Selbstachtsamkeit
    Selbstliebe ist wahrscheinlich einer der am meisten missverstandenen Begriffe überhaupt und wird häufig mit Egoismus gleichgesetzt. Ich glaube aber, dass es genau andersherum ist: Mangelnde Selbstliebe ist einer der Hauptgründe für Egoismus. Warum? Die Schriftstellerin Anais Nin sagt, dass wir die Welt nicht so sehen, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Wenn ich keine (Selbst)liebe in mir habe, kann ich die Welt nicht liebevoll betrachten und nehme sie als gefährlichen, vielleicht sogar feindlichen Ort wahr. In so einer Welt muss ich mich durchsetzen – und das führt zu Egoismus. Selbstliebe bedeutet, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern und sie zu erfüllen. Wer das nicht macht, erwartet häufig von anderen, dass die das machen – auch das ist nichts anderes als Egoismus. Selbstliebe wird erst dann zum Egoismus, wenn ich meine Bedürfnisse auf Kosten von anderen erfülle. Selbstachtsamkeit ist wichtig, um die eigenen Bedürfnisse überhaupt erst einmal wahrzunehmen und zu erkennen, was mir wichtig ist.
  5. Natur
    Über die Bedeutung der Natur für unser Energielevel hatte ich oben bereits etwas gesagt. Darüber hinaus habe ich die Natur in die Werte hinter Flowfeather mit aufgenommen, weil ich zum einen eine sehr enge Verbindung zur Natur habe und ich zum anderen in der Natur viele andere Werte wie Verbundenheit, Freiheit, Balance & Harmonie und auch Spiritualität viel deutlicher spüren kann. Sich regelmäßig in der Natur aufzuhalten, senkt den Stresslevel und bringt uns wieder in Verbindung mit uns selbst. In, von und mit der Natur können wir sehr viel über das Leben lernen, den die Natur ist der direkte Ausdruck des Lebens. Einige der schönsten Erinnerungen meines Lebens verbinde ich mit dem Aufenthalt in verschiedenen US-amerikanischen Nationalparks und eines der schönsten Komplimente in meinem Leben stammt von einem alten Samen (die Ureinwohner Lapplands), der, als ich damals meine Diplomarbeit in Biologie in Nordschweden geschrieben habe, über mich gesagt hat, ich sähe aus, als ob ich „gut im Wald zurechtkäme“.
  6. Spiritualität
    Spiritualität ist für mich eng mit der Überzeugung verbunden, dass es nicht nur die materielle, sichtbare Welt gibt, sondern eine dahinterliegende Welt der Energie und des Bewusstseins. Es ist das Bewusstsein, also unsere Gedanken, Überzeugungen, Wünsche und die damit verbundenen Emotionen, das unsere Realität formt. „Ich betrachte das Bewusstsein als grundlegende Bedeutung. Ich betrachte die Materie als Ableitung aus dem Bewusstsein.“, hat der Physiker und Nobelpreisträger Max Planck einmal gesagt. Eine spirituelle Lebensweise steht nicht im Widerspruch zu einem modernen, wissenschaftlichen Weltbild, sie ergibt sich fast zwangsläufig daraus und ist darüber hinaus in meinen Augen ein Grundbedürfnis von uns Menschen – das in unserer Gesellschaft leider häufig nicht erfüllt wird.
  7. Respekt
    Eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, welche Werte im eigenen Leben eine Rolle spielen, ist zu schauen, worüber man sich aufregen kann. Mich zum Beispiel regt es auf, wenn Menschen sich rücksichtslos verhalten – egal, ob gegenüber anderen Menschen, Tieren oder der Natur im Allgemeinen. Das lateinische Wort für Rücksicht, Berücksichtigung oder Zurückschauen ist respectus, daher kommt unser Wort Respekt. Sich respektvoll zu verhalten, bedeutet, die Belange anderer zu be-„rücksichtigen“. Das hat etwas mit Wertschätzung zu tun. Die kann ich anderen aber nur entgegenbringen, wenn sie in mir selbst vorhanden ist, ich also auch mich selbst und meine Belange wertschätze. Dafür braucht es ein gesundes Selbstwertgefühl, was wiederum viel mit Selbstliebe zu tun hat. Rücksichtsloses Verhalten gegenüber anderen ist daher eine weitere Folge mangelnder Selbstliebe.
  8. Aloha-Spirit
    Eben hatte ich geschrieben, dass eine spirituelle Lebensweise ein Grundbedürfnis von uns Menschen ist. Nur, was genau bedeutet es, eine spirituelle Lebensweise zu haben? Und wie kann man so eine spirituelle Lebensweise mit einem modernen Weltbild verbinden? Auf solche Fragen kann die auf das überlieferte Wissen der alten Hawaiianer zurückgehende Lebensphilosophie des Huna sehr praktische und undogmatische Antworten liefern. Ich befasse mich jetzt seit mehreren Jahrzehnten mit der Huna-Philosphie und habe in dieser faszinierenden Sicht auf die Welt ein System gefunden, dass mir als Orientierungsrahmen in der Welt der Spiritualität dient und mit dem ich viele faszinierende Erfahrungen gemacht habe. Zentraler Bestandteil der Huna-Philosophie wie auch allgemein des hawaiianischen Lebensgefühls ist der Aloha-Spirit. Das Wort Aloha, das in Hawaii auch zur Begrüßung verwendet wird, hat mehrere Bedeutungsebenen – wie viele hawaiianische Wörter. Eine Bedeutung ist „Die Gegenwart des Atems“ oder etwas freier „Die Gegenwart des Lebens“. Aloha-Spirit in diesem Sinne bedeutet, ein Leben zu führen, das den Grundprinzipien des Lebens folgt – die wiederum ein zentraler Bestandteil der Huna-Philosophie sind. Und genau das verstehe ich unter einer spirituellen Lebensweise.
  9. Verbundenheit
    Als Biologe habe ich gelernt, dass in einem Ökosystem alles mit allem verbunden ist. Verändert man einen Teil des Systems, so kann das Auswirkungen an einer ganz anderen Stelle haben. Einige Jahre nachdem man Mitte der 1990er-Jahre im Yellowstone Nationalpark in den USA Wölfe wieder angesiedelt hatte, stellte man fest, dass die Flussläufe sich verändert hatten: Durch die Anwesenheit der Wölfe hörten die heimischen Wapiti-Hirsche auf, sich in Ufernähe der Flüsse aufzuhalten und dort die Rinde junger Bäume abzufressen. Der Baumbewuchs erholte sich, woraufhin Biber an die Flüsse zurückkehrten. Diese errichteten Dämme, stauten Flüsse auf und schufen Lebensraum für eine Vielzahl weiterer Arten. Durch die Anwesenheit der Wölfe hatten die Flüsse ihr Aussehen und ihren Lauf verändert – weil alles mit allem verbunden ist. Heute bin ich der festen Überzeugung, dass das nicht nur auf die Ökosysteme dieser Erde zutrifft, sondern dass auf einer subtilen Ebene alles in diesem Universum miteinander verbunden ist. Sich dieser Verbindung wieder bewusst zu werden, ist in meinen Augen ein wichtiger Baustein für ein erfülltes Leben und eine große Hilfe bei der Suche nach einer Vision für das eigene Leben.
  10. Verantwortung
    Wir können die Welt um uns herum nicht kontrollieren, wir können sie nur beeinflussen. Manche Dinge, die uns nicht gefallen, können wir ändern, andere nicht. Was wir aber immer ändern können, ist die Art und Weise, wie wir auf die Dinge in unserem Leben reagieren. Das können wir allerdings erst dann, wenn wir die Verantwortung für unser Handeln (und eben auch für unsere Reaktionen) übernehmen. Verantwortung in diesem Sinne hat nichts damit zu tun, schuld an etwas zu sein, sondern bedeutet, sich in einer Situation das Recht zuzusprechen, selbst zu entscheiden, wie man auf eine Situation antwortet – wie man also reagiert. Genau darin liegt die Freiheit, das eigene Leben zu bestimmen. „Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus“, sagt die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, ist deshalb ein weiterer zentraler Baustein für ein erfülltes und glückliches Leben und die Voraussetzung dafür, eine starke Vision für das eigene Leben zu entwickeln.

Und natürlich: Leichtigkeit, Lebensfreude, Resilienz, innere Ruhe und Gelassenheit 🙂

 

Meine Vision

„Ein Ziel ist nicht immer zum Erreichen da, oft dient es nur zum richtigen Zielen.“, sagt die Kampfsport-Legende Bruce Lee. Genauso ist es mit einer Vision. Wir müssen sie nicht immer erreichen, manchmal dient sie nur zum richtigen Zielen. Sie ist wie eine Art Leuchtturm, der uns die Richtung anzeigt, in die wir uns bewegen wollen.

Hier ist meine Vision:

Meine Vision ist eine Welt des gegenseitigen Respekts, in der Menschen aus ihrer Mitte heraus achtsam mit sich selbst, ihren Mitmenschen und mit der Erde umgehen.

Eine Welt, in der die Menschheit die Natur und alle Lebewesen als Mitgeschöpfe betrachtet und sich selbst als Teil der Natur sieht.

Eine Welt, in der die Menschheit die Heiligkeit der Erde und des Lebens erkannt hat und in der die Menschen wissen, dass alles mit allem verbunden ist.

Eine Welt, in der jeder Mensch ein leuchtendes Beispiel dafür ist, dass unsere Erde ein wunderbarer Ort für ein wunderbares Leben ist.

Mit Flowfeather möchte ich dazu beitragen, dass diese Vision ein kleines Stück weit wirklicher wird.