Natur tut gut!

Kraftquelle Natur

Warum die Natur uns so gut tut

Mit meinem Hund Jacky bin ich in den letzten Jahren tausende von Kilometern in der Natur unterwegs gewesen.

Von den Bergen der Alpen, über die Felder und Wälder vor der Haustür, bis hin zu den großen Seen in Schweden und den Fjelllandschaften Norwegens.

Jacky

Dabei habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, wie viel Kraft und Energie die Natur uns schenkt – wenn wir offen sind für das, was die Natur uns zu geben hat.

Aus meiner Sicht sind deshalb der Kontakt mit der Natur und der Aufenthalt in der Natur der Königsweg zu innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und mehr Flow im eigenen Leben. Deshalb ist die Arbeit mit und in der Natur ein zentrales Thema hier bei Flowfeather.

Und dafür gibt es eine Menge guter Gründe.

Natur tut gut – wissenschaftlich betrachtet

Die medizinische Forschung zu den Auswirkungen der Natur auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat seit Beginn der 2000er – Jahre stark zugenommen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Studien, die sich der Frage widmen, wie genau die Natur auf uns und unsere Gesundheit wirkt.

Eines ist allen Studien gemeinsam: Sie bestätigen, was wir alle eigentlich schon längst intuitiv und aus eigener Erfahrung wissen: Natur tut gut!

Damit du dir selbst ein Bild zu der wissenschaftlichen Forschung zu den Auswirkungen der Natur auf unsere Gesundheit machen kannst, habe ich hier einmal ein paar dieser Studien für dich zusammengestellt.

  • In einer Studie von 2010 fand ein Forschungsteam vom Center for Environment, Health and Field Sciences der Universität Chiba in Japan heraus, dass der Aufenthalt im Wald bei den Versuchsteilnehmern den Blutdruck senkte (Park, J.B. et al. (2010): The physiological effects of Shinrin-yoku (taking in the forest atmosphere or forest bathing): evidence from field experiments in 24 forests across Japan) (Link zur Studie).
  • Zum gleichen Ergebnis kommt auch ein Forscherteam um Hiroku Ochia. In der Studie verringerten sich bei den Versuchsteilnehmern sowohl der Blutdruck als auch das Stressniveau (Ochia, H. et al. (2015): Physiological and Psychological Effects of Forest Therapy on Middle-Aged Males with High Blood Pressure) (Link zur Studie).
  • Prof. Qing Li von der Nippon Medical School in Tokyo, Japan – ein Pionier in der Erforschung der gesundheitlichen Wirkungen des Waldes auf den Menschen – konnte mit seinem Team in verschiedenen Studien zeigen, dass der Aufenthalt im Wald das Immunsystem stärkt und sogar die Anzahl der auch bei der körpereigenen Krebsabwehr relevanten natürlichen NK-Zellen durch den regelmäßigen Waldbesuch zunimmt (u.a. Li et al. (2008), Phytoncides (Wood Essential Oils) Induce Human Natural Killer Cell Activity) (Link zur Studie).
  • Ein Team um Gregory N. Bratman von der Stanford University in den USA konnte in einer Studie zeigen, dass der Aufenthalt in natürlichen Umgebungen Grübeln und Angstzustände verringerte und gleichzeitig die kognitive Leistungsfähigkeit verbesserte. (Bratman, G.N. et al. (2015): The benefits of nature experience: Improved affect and cognition) (Link zur Studie)
  • Ein Team um Diana E. Bowler vom Centre for Evidence-Based Conservation der Universität Bangor in Großbritannien verglich die Ergebnisse von insgesamt 25 verschiedenen Studien, die die Auswirkungen der Natur auf den Menschen untersucht hatten und kommt zu dem Schluss, dass der Kontakt mit der Natur positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, das allgemeine Wohlbefinden, die körperliche Aktivität und die kardiovaskuläre Gesundheit haben kann (Bowler D.E. et al. (2010): A systematic review of evidence for the added benefits to health of exposure to natural environments) (Link zur Studie).

So wichtig solche Studien auch sind, die wissenschaftliche Sicht auf die Natur und warum sie uns gut tut, ist nicht die einzige Sichtweise – und in meinen Augen vermutlich auch nicht die wichtigste.

Lass uns deshalb einmal schauen, welche Gründe es über die “harte” Wissenschaft hinaus noch für die vielen positiven Wirkungen der Natur auf uns und unser Wohlbefinden geben könnte.

Wir sind Natur

In unserer Gesellschaft sind wir es gewohnt, unsere Beziehung zur Natur so zu betrachten, dass auf der einen Seite wir Menschen stehen und auf der anderen Seite die Natur.

Diese Art und Weise, die Natur zu betrachten, ist eigentlich ein Relikt des mechanistischen Weltbildes vor allem des 17. bis 19. Jahrhunderts – und sie bringt eine Menge Nachteile mit sich, da sie schnell dazu führt, die Natur als reine Ressource, als Mittel zum Zweck, zu betrachten (hier habe ich dazu etwas ausführlicher geschrieben).

Ich kann mich daran erinnern, dass ich als Kind große Schwierigkeiten mit diesem Konzept hatte.

Es fühlte sich für mich einfach irgendwie komisch an. Intuitiv wusste ich als Kind bereits, dass der Mensch ein Teil der Natur ist und nicht abseits von ihr steht.

In der Biologie spricht man auch von der Biophilie-Hypothese. Diese geht davon aus, dass es in uns Menschen evolutionsbiologisch bedingt eine (genetisch angelegte) Sehnsucht gibt, uns mit der Natur verbunden zu fühlen.

Unabhängig davon, ob diese Sehnsucht nun genetisch bedingt oder in uns als spirituelle Wesen angelegt ist: Wir sehnen uns nach dem Gefühl der Verbundenheit mit der Natur.

Wahrscheinlich fühlte sich die Trennung zwischen Mensch und Natur für mich als Kind genau deshalb so seltsam an. Eben weil es diese Sehnsucht nach dem Gefühl der Verbundenheit mit der Natur in uns gibt.

In unserem täglichen Leben ist leider oft wenig Raum, diese Verbindung oder dieses Einssein mit der Natur wirklich zu spüren.

Und genau deshalb fühlen wir uns in der Natur so gut. Denn dort kommen wir fast automatisch wieder in diese Verbundenheit zurück und spüren, dass wir ein Teil der Natur sind.

Natur und Achtsamkeit

Der Aufenthalt in der Natur ist eine wunderbare Möglichkeit, Achtsamkeit zu üben. Natürlich kann man das auch überall anders machen, aber in der Natur fällt es uns besonders leicht.

Denn die Natur spricht alle unsere Sinne an: Wir sehen, hören und fühlen den Wind, den Regen, die Stämme der Bäume. Wir schmecken die Früchte und riechen den Duft der Blumen.

Wenn wir auf diese Weise in der Natur unterwegs sind, kommen wir automatisch wieder in den gegenwärtigen Moment zurück.

Sonnenuntergang am Meer

Und das ist der einzige Moment, in dem das Leben stattfindet.

“Leben ist immer jetzt und niemals nicht jetzt”, sagt Eckart Tolle, einer der berühmtesten spirituellen Lehrer unserer Zeit.

Auf diese Weise verbindet uns der Aufenthalt in der Natur wieder mit dem Leben.

Für mich stellt übrigens das Fotografieren in der Natur, also die Natur- und Landschaftsfotografie, eine der wunderbarsten Möglichkeiten dar, Achtsamkeit in der Natur zu praktizieren.

Wenn ich mit der Kamera durch den Wald gehe oder durch eine Landschaft wandere, nehme ich die Natur viel intensiver wahr. Dann bin ich ganz präsent und im gegenwärtigen Augenblick. Einige der Fotos, die dabei entstanden sind, findest du auf meiner Website Carsten Meyer Photography.

Natur versetzt uns in Ehrfurcht

Wer einmal in einer atemberaubend schönen Landschaft unterwegs war, der weiß, wie schnell eine solche Landschaft einen aus dem täglichen Gedankenstress herausbringt und in ein ehrfürchtiges Erstaunen versetzt.

Im emTrace® (eine Coaching-Methode) wird das Gefühl der Ehrfurcht – neben Dankbarkeit, Stolz und Entspannung – zu den sog. Superressourcen gezählt. Erleben wir die mit diesen Superressourcen verbundenen emotionale Zustände, bringt uns das sehr schnell wieder in unsere Mitte zurück.

Und genau das ist auch meine Erfahrung.

Während meines Biologie-Studiums bin ich mit einem Freund für einige Wochen in den Nationalparks der USA unterwegs gewesen.

Die majestätische Schönheit des Yellowstone und des Yosemite Nationalparks, die beeindruckende Größe der Mammutbäume im Redwood Nationalpark oder die Stille der Wüstenlandschaften im Südwesten der USA sind Erlebnisse, die mich bis heute prägen.

Diese Landschaften atmen Spiritualität und drücken eine Heiligkeit des Lebens und der Erde aus, die auch auf uns selbst einen heilenden Einfluss hat – ganz im Sinne des Wortes “heilig” als “ganz sein”.

Grand Canyon, USA

Im Aufenthalt in der Natur werden wir wieder ganz und nehmen uns als Teil eines größeren Ganzen wahr.

“In der Wildnis spüre ich das Wunder des Lebens, und dahinter verschwimmen unsere wissenschaftlichen Errungenschaften zu Kleinigkeiten.”, sagt der Flugpionier Charles Lindbergh.

Die Äbtissin und Heilige Hildegard von Bingen drückt es so aus: „Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit und diese ist grün.“

Diese Kraft können wir uns zunutze machen, wenn wir in der Natur unterwegs sind.

Und das muss nicht unbedingt ein Yellowstone Nationalpark sein. Auch der Wald vor der Haustür kann die Kraft ausdrücken, von der Hildegard von Bingen spricht.

Denn auch dort kann ich die Energie und die Kraft der Natur spüren.

Flowfeather Feather, single

“Bei jedem Schritt mit der Natur bekommt jemand weit mehr als er sucht.”

John Muir

Natürliche Energie ist kohärent (die “Good Vibes”)

Das bringt mich zu einem weiteren Punkt: Kohärenz. In der Physik spricht man von Kohärenz, wenn Wellen aufeinander abgestimmt miteinander schwingen. Sie sind wie durch eine Art Rhythmus miteinander verbunden.

Auch in der Natur ist alles mit allem auf unterschiedlichsten Ebenen verbunden und alles tritt miteinander in Wechselwirkung. Die Energie und die Schwingungen in der Natur sind aufeinander abgestimmt, nicht isoliert und chaotisch.

Alles in der Natur folgt einem gemeinsamen Rhythmus. Im übertragenen Sinne können wir daher auch in der Natur von Kohärenz sprechen.

Wenn wir in der Natur sind, überträgt sich diese Kohärenz auch auf unser eigenes Energiesystem. Wir fühlen uns dann klarer, frischer und auch verbundener mit der Erde und dem Universum.

Glacier Nationalpark, USA

In unserer rational geprägten Kultur sind wir es leider nicht gewohnt, auf diese Weise die Welt zu betrachten. Dadurch nehmen wir uns aber viele Möglichkeiten, wunderbare Erfahrungen zu machen.

Vom genialen Physiker und Visionär Nikola Tesla (nach dem Elon Musk seine Firma Tesla benannt hat) stammt das folgende Zitat: “Möchtest du die Geheimnisse des Universums erfahren, denke in den Begriffen Energie, Frequenz und Schwingung.”

In eine ähnliche Richtung denkt auch der emeritierte und mittlerweile verstorbene Stanford-Professor William Tiller, wenn er sagt: „Die Medizin der Zukunft wird auf Veränderung der Energie-Frequenzen im Körper beruhen.”

Und genau das passiert in der Natur. Unser gesamtes Energie- und Schwingungssystem wird positiv beeinflusst – und das ist maßgeblich dafür, wie gut und gesund wir uns fühlen.

Dazu reicht es schon aus, wenn wir uns einfach nur mit einem offenen Bewusstsein in der Natur aufhalten. Noch intensiver wird dieser positive Effekt der Natur auf uns aber, wenn wir uns mit geeigneten Coaching-Formaten gezielt mit dieser kohärenten Energie der Natur verbinden.

Tatsächlich ist diese Verbindung mit der Energie und der Kraft der Natur das zentrale Thema hier bei Flowfeather.

In der Natur haben wir Zugang zu unserer Intuition

Die kohärente Energie der Natur beeinflusst unser eigenes Energiesystem auch noch auf andere Weise: Wir fühlen uns von Fremdenergien und störenden Einflüssen umso befreiter, je intensiver wir mit der Natur in Kontakt kommen.

Wir fühlen uns dann authentischer und mehr bei uns selbst. Und das bringt uns wieder in Kontakt mit der intuitiven Weisheit in uns selbst.

Deshalb ist der Aufenthalt in der Natur eine wunderbare Möglichkeit, Impulse für die eigene Vision vom Leben zu bekommen. Einsiedler und Mönche haben das schon seit jeher genutzt, um in der Natur zu tiefen Einsichten über das Leben zu kommen.

Der berühmte Physiker Albert Einstein sagt dazu: “Schau tief in die Natur und dann verstehst du alles besser.”

Die Natur ist beseelt

Aus der hawaiianischen Huna-Philosophie habe ich für mich eine Idee übernommen, die es in ähnlicher Form in so gut wie jeder indigenen Kultur dieser Erde gibt: Alles im Universum ist belebt, bewusst und kommunikativ (“everything is alive, aware and responsive”).

Und das gilt nicht nur für die Tiere und Pflanzen, sondern für alles in und außerhalb der Natur: Für Berge, Felsen und Steine genauso, wie für einen Fluss, einen See und sogar für alle Gegenstände, die wir in unserem Alltag benutzen.

Alles auf dieser Welt hat seine eigene Erfahrung seiner Realität und ist fähig, in irgendeiner Weise mit seiner Wirklichkeit zu interagieren und zu kommunizieren – eine Ansicht, die auch der amerikanische Philosoph, Kulturökologe und Buchautor David Abram vertritt.

Wir könnten auch sagen, alles im Universum ist beseelt. Oder, wie der “Pflanzenpabst” Wolf-Dieter Storl es für die Pflanzen ausdrückt: umseelt.

Beseelte Natur

Das gibt uns die Möglichkeit, mit allem im Universum – und eben auch mit allem in der Natur – in einen Dialog zu treten.

Probiere das einfach einmal aus, wenn du das nächste Mal im Wald unterwegs bist. Suche dir einen Baum oder eine andere Pflanze aus, der bzw. die dich anspricht. Dann versuche, innerlich so neutral und gleichzeitig offen zu werden, wie es geht.

Formuliere in Gedanken eine Frage, die du an den Baum oder die Pflanze richtest. Und dann spüre in dich hinein, welche Antwort in dir entsteht.

Aus meiner Sicht kommunizieren wir auf diese Weise tatsächlich mit dem Spirit des Baumes oder dem der Pflanze.

Auch das ist erst einmal ein ungewohnte Gedanke, eröffnet aber viele Möglichkeiten, neue Erkenntnisse und Ideen über das Leben, über sich selbst und über die eigene Lebensvision zu erhalten. Schamanen und Heiler auf der ganzen Welt haben genau diese Art zu kommunizieren seit Tausenden von Jahren genutzt, um ein tiefes Wissen von der Natur und über die Natur zu erhalten.