Nachdem es im ersten Teil darum ging, warum mehr Kontakt zur Natur eine gute Idee ist und im zweiten Teil darum, wo wir den Kontakt und die Verbundenheit mit der Natur in Deutschland noch finden und vertiefen können, geht es jetzt im dritten Teil weniger um das “Warum” und “Wo”, sondern mehr um das “Wie”.

Wie können wir mehr Verbundenheit zur Natur aufbauen, selbst wenn wir keine ursprüngliche Natur um uns herum mehr zu Verfügung haben?

Was können wir ganz konkret tun, um mehr Natur in unser Leben zu holen und so auch wieder mehr in Kontakt mit unserer eigenen Natur (siehe Teil 1) zu kommen?

Neben vielen “klassischen” Möglichkeiten dafür, stelle ich dir auch einige etwas ungewöhnlichere Methoden vor, die du nutzen kannst, um die Natur wieder zu einem wichtigen Teil deines Lebens zu machen.

Probiere einfach verschiedene Vorschläge aus und nutze das, was für dich am besten funktioniert.

Hol dir die Natur nach Hause

Die einfachste und vielleicht naheliegendste Möglichkeit für mehr Natur im Leben, wenn man keine in seiner Nähe hat, ist wohl, sich die Natur einfach nach Hause in die eigenen vier Wände zu holen.

Und dafür gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten.

Grüner Balkon und Zimmerpflanzen

Auf die Möglichkeit, den eigenen Balkon zu einer Oase für die Natur zu machen, bin ich auch schon in Teil 2 dieser Serie eingegangen. Deshalb hier nur kurz der Verweis darauf.

Aber auch wenn du keinen Balkon hast, kannst du deine Wohnung zu einem Ort machen, an dem du die Kraft der Natur spüren kannst und so jeden Tag neue Energie tanken kannst.

Wie?

Mit Zimmerpflanzen!

Die sehen nämlich nicht nur schön aus, sondern helfen auch dabei, sich mit der Natur tiefer verbunden zu fühlen.

Tatsächlich hat alleine schon das Anschauen von Zimmerpflanzen einen positiven Effekt auf unsere Stimmung, unser Stresslevel und unser mentales Wohlbefinden.

Die Zeitschrift Psychologie Heute weist in ihrem Artikel “Lasst Pflanzen um mich sein!” auf eine Studie spanischer und japanischer Wissenschaftler hin, die genau das untersucht hat. Die Forscher fanden heraus, dass die Versuchsteilnehmer in Büroräumen mit Pflanzen weniger Stress empfanden und die Arbeit leichter einschätzen, als die Teilnehmer in Räumen ohne Pflanzen (hier der Originaltext der Studie als pdf).

Pflanzen im Büro und in der Wohnung senken aber nicht nur das Stresslevel, sie verbessern auch die kognitiven Fähigkeiten und machen uns produktiver.

Britische Forscher der Cardiff University fanden heraus, dass Pflanzen im Büro in Feldversuchen die Produktivität um 15 % steigern konnten. Und niederländische Wissenschaftler konnten in einer Studie nachweisen, dass Pflanzen in Schulen die kognitiven Leistungen der Kinder verbessern konnten.

Mit Pflanzen um uns herum können wir effektiver arbeiten, was den mit der Arbeit verbundenen Stress nochmals verringern kann.

Und diese Effekte können weiter verstärkt werden, wenn Menschen sich aktiv um “ihre” Pflanzen kümmern und für sie sorgen – so das Ergebnis einer taiwanesischen Studie.

Aber Zimmerpflanzen wirken nicht nur positiv auf unsere mentale Gesundheit, sie haben auch positive Auswirkungen auf unsere körperliche Gesundheit.

So fand eine Forschergruppe um Jie Yin von der Tongji University in China in einer Studie heraus, dass sich in einer mit Pflanzen angereicherte Umgebung nicht nur das Kurzzeitgedächtnis der Teilnehmer verbesserte, sondern dass sich auch der Blutdruck signifikant gegenüber der Kontrollgruppe verringerte.

Besonders interessant: Diese Effekte stellten sich in vergleichbarer Weise sogar ein, wenn sich die Versuchsteilnehmer nicht wirklich in einem mit Pflanzen ausgestattetem Büro aufhielten, sondern dieses nur virtuell mit einem VR-Headset “besuchten” (zum Thema Virtual Reality siehe unten).

Auch Naturbilder haben positive Wirkungen

Offenbar hat also bereits das Anschauen von Naturbildern eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden und unsere körperliche Gesundheit.

Das bestätigt auch eine Studie der Universität Koblenz, die die Erholungswirkung von Naturbildern im Vergleich zu Fotos städtischer Umgebungen und einfachen Zeichnungen untersucht hat.

Wenn du also nicht die Möglichkeit hast, Pflanzen in der Wohnung zu haben (weil du zum Beispiel viel auf Reisen bist), dann hänge dir doch einfach Bilder von großartigen Naturlandschaften, Wäldern oder auch einfach von einzelnen Pflanzen in die Wohnung.

Auch das hilft, das Wohlbefinden zu steigern und eine tiefere Verbundenheit mit der Natur aufzubauen.

Im Huna geht man übrigens davon aus, dass Bilder und Naturfotos eine Art energetischer Verbindung zu den darauf gezeigten Landschaften, Pflanzen und Tieren herstellen und so die Energie dieser Naturelemente transportieren und verfügbar machen.

Das ist zwar keine wissenschaftliche Sichtweise, aber ein wie ich finde sehr hilfreicher Ansatz, um die Bedeutung von Naturbildern auf unser Wohlbefinden zu erklären und praktisch nutzbar zu machen.

Und letztlich decken sich die Ergebnisse der Forschungen auch gut mit der Art und Weise, wie Huna die Wirkung von Naturbildern interpretiert.

Mikroabenteuer

Vor einigen Jahren habe ich einmal ein Video von “Kanu Kassel” gesehen, einem begeisterten Naturliebhaber, Kanufahrer und Alltags-Abenteurer, der in seinem Youtube-Kanal von seinen Unternehmungen berichtet.

Darin sagte er etwas, was mich irgendwie angesprochen hat:

“Lieber das kleine Abenteuer vor der Haustür, als das große, das man nie macht.”

Recht hat er!

Statt immer nur davon zu träumen, irgendwann einmal den Yukon zu bereisen, sollten wir uns darauf konzentrieren, was wir heute machen können, um unsere Abenteuerlust zu befriedigen.

Es muss nicht immer die große, weite Welt sein. Auch vor der eigenen Haustür lässt sich viel entdecken:

  • Die mehrtägige Wanderung im Naturpark nebenan, bei der man die Übernachtungen nicht vorher fest eingeplant hat
  • Die Fahrradtour, bei der man eine Strecke fährt, die man vorher nie gefahren ist
  • Die Übernachtung mit Isomatte und Schlafsack auf dem eigenen Balkon
  • Die Kanufahrt auf dem nächstgelegenen kleinen Fluss

All das sind kleine Abenteuer, die die Lebensqualität enorm steigern können und gleichzeitig eine tiefere Verbundenheit zur Natur ermöglichen.

Mittlerweile ist dieser Ansatz des “kleinen Abenteuers” im Alltag sogar unter einem eigenen Namen bekannt: Mikroabenteuer.

Dazu gibt es sogar ganze Bücher (Werbung), in denen es nur darum geht, welche Mikroabenteuer man so machen kann und wie man am besten an solche Unternehmungen herangeht.

Und:

Begeistert am Wochenende in “sein” Mikroabenteuer zu starten bedeutet ja nicht, dass man nicht doch irgendwann einmal den Yukon mit einem Kanu hinabfährt 😀.

Outdoorerlebnis-Wochenenden & Retreats in der Natur

Outdoorworkshops und Retreats in der Natur stellen weitere Möglichkeiten dar, wieder mehr in Kontakt mit der Natur zu kommen. Und ähnlich wie bei den Mikroabenteuern muss es dabei nicht immer gleich der Amazonas oder die Insel Bali sein, wo man solche Angebote wahrnimmt.

Schließlich geht es bei beiden – Outdoorworkshops und Retreats – mehr um das Wie als um das Wo. Und deshalb kann man beides auch wunderbar in Deutschland machen.

Zugegebenermaßen nicht in jeder Stadt, aber vielleicht gibt es ja doch auch interessante Angebote in deiner Nähe.

Outdoorworkshops

Outdoorworkshops gibt es mittlerweile in vielen Teilen Deutschlands. Gerade auch im Zuge der Corona-Krise haben Outdoorworkshops einen ziemlichen Boom erfahren, schließlich geht es in diesen Workshops auch darum, wie du abseits der gewohnten Zivilisation in der Natur leben (und überleben) kannst.

Und das ist nach den Versorgungsengpässen der Corona-Krise für viele wieder mehr ein Thema geworden, als es das vor Corona war.

Und tatsächlich geht es in solchen Outdoortworkshops um Fertigkeiten wie Unterkünfte zu bauen, Essbares in der Natur zu finden, sich zu orientieren oder das Wetter einzuschätzen – alles Dinge, die dich wieder näher an die Natur heranführen können.

Leider hat man bei vielen Anbietern allerdings das Gefühl, dass es eher darum geht, sich im Kampf mit der Natur zu behaupten, als darum, im Einklang mit der Natur zu leben.

Achte also auch darauf, wie dein Gefühl bei verschiedenen Angeboten ist und entscheide dich für solche, die ein gutes Gefühl bei dir auslösen.

Zum Glück gibt es aber auch viele Angebote, die sich bei der Outdoor-Erfahrung auf Wertschätzung und Verbundenheit mit der Natur fokussieren.

Eine kurze Google-Suche sollte dir einige passende Angebote in deiner Umgebung liefern.

Wenn du dich dann für ein solches Wochenende entscheidest, solltest du natürlich auch darauf achten, dein Erlebnis bei einem zertifizierten Anbieter zu buchen.

(Natur-)Retreats

Anders als bei den Outdoorerlebnisangeboten liegt der der Schwerpunkt bei einem Retreat von vorneherein darauf, sich für eine begrenzte Zeit vom Alltag zurückzuziehen und wieder zu sich selbst zu finden (engl. retreat bedeutet “Rückzug”).

Bei einem Retreat geht es darum, seine mentalen, emotionalen und spirituellen Energien wieder in Harmonie zu bringen, neue Erkenntnisse für sich zu gewinnen und mit neuer Kraft und Energie wieder in den Alltag zurückzukehren.

Es gibt Retreats zu allen möglichen Themen, wie Yoga, Meditation, Naturwahrnehmung, Malen und kreativer Ausdruck, Digital-Detox und viele mehr.

Und viele solcher Retreats finden an Orten in schöner Natur statt. Eben weil die Natur uns so sehr dabei unterstützt, zu unserer eigenen Natur zu finden.

Selbst bei einem Yoga-Retreat oder einem Retreat, bei dem es um das Malen von Natur geht, vertiefst du in einem solchen Retreat automatisch auch deine Verbindung zur Natur.

Und es gibt eben auch viele Retreats, die ganz speziell darauf ausgerichtet sind, die eigene Verbindung zur Natur zu stärken. Eine Google Suche mit “Retreat, Natur” liefert dir viele Ergebnisse dazu.

Viele Retreats findest du auch auf der Seite von retreaturlaub.de (das allerdings nur als Recherche-Hinweis, ich habe keinerlei persönliche Erfahrung mit diesem Anbieter).

Die natürlichen Elemente wieder bewusst wahrnehmen

In unserer modernen Welt leben wir meist ziemlich abgeschottet von der Natur und den natürlichen Elementen.

Eine vom Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von VELUX durchgeführte Umfrage mit 16.000 Teilnehmern zeigte sogar, dass wir im Durchschnitt 90% unserer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen – mit alle den Folgen, die das für uns hat:

Mangelndes Sonnenlicht und dadurch bedingte Vitamin D – Unterversorgung, schlechte Luftqualität durch höhere Schadstoffbelastung in der Wohnluft und eben auch die Entfremdung von der Natur.

Und wenn wir dann doch einmal die Elemente der Natur auf unserer Haut spüren, dann rennen wir meist schnell wieder in das nächste Gebäude. Nur nicht nass werden oder sich die Haare und die Kleidung vom Wind zerzausen lassen!

Best time ever

Aber weißt du, was eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens war? Als ich in jungen Jahren mit meinen Eltern und meiner Schwester im Urlaub im Voralpenland war und wir von einem sinnflutartigen Regen überrascht wurden.

Wir waren alle bis auf die Haut durchnässt, der Regen prasselte nur so auf uns herab und wir konnten kaum den Weg erkennen, auf dem wir unterwegs waren.

Eine Person mit einem roten Regenmantel und weißen Handschuhen steht lächelnd mit geschlossenen Augen und erhobenen Armen im Regen.

Spüre mal wieder den Regen auf deiner Haut!

Es gab kein Haus weit und breit und wir hatten auch noch einige Kilometer bis zum Auto zu laufen.

Aber nachdem wir uns damit abgefunden hatten, dass wir nass bis auf die Knochen waren, hatten wir den Spaß unseres Lebens.

Noch heute kann ich mich an dieses Gefühl erinnern – und das Erlebnis damals liegt schon Jahrzehnte zurück!

Warum also nicht beim nächsten Regenschauer statt rein, einfach mal raus laufen?

Dass das nicht unbedingt bei Gewitter und Sturm geschehen sollte, ist klar.

Aber einfach mal wieder den Regen auf der Haut zu spüren, kann nicht nur ein tiefes Gefühl von Verbundenheit mit der Natur auslösen, sondern macht auch noch richtig viel Spaß!

Werde zum Naturdetektiv!

Mach es dir bei deinen nächsten Spaziergängen doch mal zur Aufgabe, nach Gelegenheiten Ausschau zu halten, bei denen du mal wieder wirklich in Kontakt mit der Natur kommen kannst:

  • Den Regen im Gesicht spüren? Check!
  • Die Haare mal so richtig vom Wind zerzausen lassen? Check!
  • Mit den Händen in der Erde wühlen? Check!
  • Bei der nächsten Gelegenheit die Füße ins Wasser halten? Check!

Es gibt so viele Möglichkeiten, die Elemente der Natur wieder hautnah zu spüren. Nutze ab jetzt doch öfters diese tolle Gelegenheit, die wieder mit der Natur zu verbinden!

Wolken beobachten

Gerade auch für Menschen, die in der Stadt leben, kann das Beobachten der Wolken am Himmel eine gute Möglichkeit sein, wieder in Kontakt mit der Natur zu kommen.

Denn fast überall haben wir freien Blick zum Himmel – selbst im Büro sollte es die Möglichkeit geben, regelmäßig aus dem Fenster zu schauen und den Wolken beim Vorbeiziehen zuzuschauen.

Flowfeather Feather, single

“In den Wolken spiegelt sich die Unendlichkeit und Schönheit der Natur wider.”

Friedrich Hölderlin

Das absichtslose Beobachten der Wolken bringt uns der Natur näher. Es entspannt die Augen, regt den Geist und die Phantasie an und tut einfach gut.

Als Kinder wussten die meisten von uns das.

Vielleicht kannst du dich ja auch noch daran erinnern, wie du als Kind im Gras liegend das Gesicht in den Himmel gereckt hast, die Wolken beobachtend und schauend, welche Figuren und Fabelwesen du erkennen konntest?

Tom Sawyer lässt grüßen!

Und er erinnert uns daran, dass wir auch als Erwachsene hin und wieder das tun sollten, was wir als Kinder so gerne gemacht haben.

Positiver Nebeneffekt: Wenn du regelmäßig die Wolken am Himmel beobachtest, bekommst du auch wieder ein Gespür dafür, wie sich das Wetter entwickelt – ein weiterer Baustein für eine tiefere Verbindung mit der Natur.

Vielleicht hast du ja sogar Lust, die Beobachtung der Wolken und des Himmels mit dem Fotografieren (siehe unten) zu verbinden. Dann kannst du dir eine ganze “Wolkensammlung” anlegen oder dich sogar künstlerisch und kreativ mit dem Thema Wolken und Himmel auseinandersetzen.

Sternenhimmel

Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich als Kind gestaunt habe, wenn ich mal länger aufbleiben durfte und spät abends die Sterne am Nachthimmel gesehen habe.

Und auch später, als ich älter war und nachts von einer Party nach Hause gekommen bin, habe ich oft staunend an der Haustür gestanden und in den Sternenhimmel geblickt.

Die schier unermessliche Weite und die riesige Anzahl an Sternen hat mich einfach überwältigt.

Im Englischen nennt man dieses Gefühl “Awe-Feeling”. Und im emTrace®, einer Coachingmethode, gehört dieses Gefühl zu den fünf Superressourcen – Gefühle, die uns sehr schnell wieder in unsere Mitte und in unsere Balance bringen.

Und ganz nebenbei stärkt das staunende Betrachten des Nachthimmels auch unsere Verbindung zur Natur – denn auch die Sterne sind Bestandteil der Natur.

Wenn wir den Sternenhimmel betrachten, spüren wir wortwörtlich, dass wir Teil von etwas Größerem sind.

Leider macht es die zunehmende Lichtverschmutzung immer schwieriger, diesen Anblick genießen zu können.

Falls du also mal die Gelegenheit hast und spät abends oder nachts in einer wenig besiedelten Gegend unterwegs bist, dann nimmt dir doch die Zeit für einen kurzen “Sternengucker-Stopp”.

Ich bin sicher, dass diese Zeit sehr gut investiert ist und sich doppelt und dreifach für dich auszahlen wird.

Krabbelnde Freunde

Von der unermesslichen Weite des Sternenhimmels zum genauen Gegenteil, der Welt im Kleinen. Denn auch die kann uns entspannen und unsere Verbindung zur Natur wieder vertiefen.

Nimm dir bei deinem nächsten Ausflug in den Wald doch mal die Zeit, den Waldboden etwas genauer “unter die Lupe zu nehmen” (gerne auch mit einer richtigen Lupe!).

Wahrscheinlich wirst du schon nach kurzer Zeit die ersten Ameisen, Käfer, kleine Spinnentiere und anderes “Getier” entdecken.

Der Waldboden lebt!

Und das Beobachten seiner kleinen Bewohner kann eine spannende und gleichzeitig ent-spannende Tätigkeit sein.

Selbst in der Stadt – im Park oder sogar auf dem Balkon – kannst du diese Art der Tierbeobachtung durchführen und so die Natur hautnah erleben.

Und falls du auf deinem Balkon keine Insekten zu Besuch hast: Wie wäre es mit einem Insektenhotel, das du in jedem Baumarkt finden kannst und mit dem du einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Insekten leisten kannst?

Achte dabei aber darauf, dass du ein passendes Insektenhotel aussuchst, bei dem nicht Wohnräume für konkurrierende Arten nebeneinander angebracht sind und bei dem auch die richtigen Materialien verwendet wurden (siehe Link oben).

Die Welt der Vögel

Falls dir die Insekten und Spinnen nicht ganz geheuer sind, wie wäre es mit Vogelbeobachtung?

Auch das stellt eine einfache und fast überall einfach zugängliche Möglichkeit dar, wieder mehr in Kontakt mit der Natur zu kommen.

Und das Beobachten unserer gefiederten Freunde macht nicht nur Spaß, es hat sogar positive Auswirkungen auf unsere körperliche und mentale Gesundheit.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie einer Forschergruppe um Nils Peterson von der University of North Carolina (hier geht´s zum Originaltext der Studie im Journal of Environmental Psychology).

Und auch eine vom King´s College London durchgeführte Studie kommt zu dem gleichen Ergebnis.

Aber nicht nur das Beobachten von Vögeln macht uns glücklicher, schon das reine Anhören von Vogelgesang hat senkt den Stress und steigert das Wohlbefinden. Und das sogar, wenn der Gesang nur vorgespielt wird.

Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist, dann ist vielleicht das Buch “Die Kraft der Vogelbeobachtung” von Angelika Nelson und Holly Merker etwas für dich.

Mit ihrer Vogelbeobachtungs-Hausapotheke haben die Autorinnen ein Buch geschaffen, das die therapeutische Wirkung des Vogelgesangs und die heilende Kraft der Natur aufzeigt.

Anstelle reiner Faktenvermittlung laden sie die Leser dazu ein, Vögel mit allen Sinnen zu entdecken und inspirierende Gemeinsamkeiten zwischen Vogelverhalten und menschlichem Leben zu finden.

Das herz- und seelenheilsame Werk, zu dem es auch eine begleitende App gibt, bietet Impulse zum Beobachten, Hören und Nachdenken und ist somit ein wahrer Schatz für diejenigen, die ihre Verbundenheit zur Natur stärken wollen.

Übrigens: Wenn die Vogelbeobachtung etwas für dich ist, dann schau dir unbedingt meine App-Empfehlung dazu weiter unten in diesem Artikel an.

Natur- und Landschaftsfotografie

Meine erste Spiegelreflexkamera haben meine Eltern mit geschenkt, als ich noch ein Kind war. Ich war mega stolz und bin schon damals sehr gerne mit der Kamera rausgegangen, um Tiere und Pflanzen zu fotografieren.

Und auch heute noch ist das Fotografieren für mich eine der besten und schönsten Möglichkeiten, mit der Natur in Kontakt zu kommen und die eigenen Verbindung mit der Natur zu vertiefen.

Warum?

Weil ich die Natur um mich herum ganz anders wahrnehme, wenn ich mit der Kamera draußen unterwegs bin.

Fotografieren als Achtsamkeitspraxis

Ich bin viel mehr im Augenblick und nehme meine Umgebung bewusster wahr, wenn ich nach schönen Motiven Ausschau halte.

In dem Sinne könnte man sagen, dass das Fotografieren für mich auch eine Art Achtsamkeitspraxis in der Natur ist.

Außerdem nehme ich mir beim Fotografieren bewusst viel Zeit. Es kann dann durchaus sein, dass ich mehrere Stunden an einer besonders schönen Stelle verbringe.

Bei solchen Gelegenheiten ist mir schon oft aufgefallen, wie schnell und oberflächlich viele Menschen selbst wunderschöne Orte in der Natur “abklappern”.

Wenn du dagegen bewusst Zeit an einer Stelle in der Natur verbringst, kannst du dich ganz anders mit dem Ort und der Natur an diesem Ort verbinden.

Vielleicht ein Anreiz für dich, einfach mal mit der Kamera loszuziehen und die Natur fotografisch zu erkunden?

Und dank Smartphone-Kameras ist das für so gut wie jeden von uns ohne großen Aufwand möglich.

Waldfotografie

Nicht jeder hat das Glück, beeindruckende und inspirierende Naturlandschaften vor der Haustür zu haben – ich leider auch nicht.

In solchen Fällen kann das Fotografieren im Wald eine wunderbare Lösung sein.

Denn selbst bewirtschaftete Forstwälder bieten viele wunderbare Motive für das Fotografieren und ganz nebenbei hat der Aufenthalt im Wald jede Menge positive Wirkungen auf Körper, Geist und Seele.

Und wenn du beim Fotografieren den Waldboden in den Sucher nimmst, profitierst du zusätzlich vom sogenannten “Mikrobennebel” – denn im Waldboden leben Bakterien, die nachweislich die Stimmung verbessern und sogar antidepressiv wirken.

Zugegebenermaßen ist das Fotografieren im Wald mit besonderen Herausforderungen verbunden, weil Wald meist sehr “chaotisch” ist und es schwierig ist, einen harmonischen Bildaufbau zu finden.

Aber mit etwas Übung können deine Bilder immer mehr zu einem Ausdruck des Gefühls werden, dass eigentlich jeder Mensch hat, wenn er im Wald unterwegs ist.

Bildbearbeitung als Entspannungsübung

Aber nicht nur das Fotografieren an sich macht Spaß, selbst das anschließende Bearbeiten der Bilder am Computer ist für mich eine Art Entspannungsübung.

Schließlich hat ja alleine schon das Betrachten von Naturbildern eine positive Wirkung auf den Organismus (siehe den Absatz “Hol dir die Natur nach Hause”).

Und bei der Bildbearbeitung am Computer kommt noch dazu, dass ich jedes Motiv dabei sehr genau betrachte und mich mit allen Einzelheiten der Aufnahme bewusst auseinandersetze.

Auch das ist – zumindest für mich – eine Art Achtsamkeitsübung, die mir persönlich einfach sehr viel Ruhe und Zufriedenheit gibt.

Ich nutze für die Bildbearbeitung übrigens am liebsten das Programm Luminar Neo von Skylum. Mit Luminar ist es möglich, beeindruckende Ergebnisse mit wenigen, einfachen Arbeitsschritten zu erreichen.

Und noch etwas: Beim Betrachten und Bearbeiten der Aufnahmen erinnere ich mich jedes Mal auch an die Situation, in der ich die Aufnahme gemacht habe.

Die Bilder wirken dann wie ein “Anker” und rufen in mir wieder das  Gefühl vom Freiheit oder Entspannung hervor, das ich beim Fotografieren der Aufnahme gespürt habe.

Dabei gilt (für mich): Je wilder und ursprünglicher die Landschaften sind, die ich fotografiere, desto intensiver spüre ich solche Gefühle.

KI Tools als Naturersatz?

Leider haben wir aber ja gerade in Deutschland nur wenige Möglichkeiten, wilde und ursprüngliche Landschaften zu besuchen und zu fotografieren.

Für die meisten von uns besteht – wenn überhaupt – die Möglichkeit dazu am ehesten noch im Urlaub, wenn man gezielt in Gegenden fährt, in denen es noch so etwas wie ursprüngliche Natur gibt.

Ich habe aber für mich eine Möglichkeit gefunden, trotzdem regelmäßig wilde und ursprüngliche Natur zu “fotografieren” – durch den Einsatz von KI Tools (KI = künstliche Intelligenz).

Natürlich ist das kein Ersatz dafür, raus in die Natur zu gehen und in keinster Weise ist es mit den Erlebnissen vergleichbar, die man draußen in der Natur hat.

Aber trotzdem:

Das Kreieren von beeindruckenden Naturlandschaften mittels KI-Tools und die anschließende Bearbeitung der Bilder am Computer erinnert mich manchmal doch etwas an den Prozess des Fotografierens.

Mit KI erstellte “Landschaftsfotografie” unbearbeitet (links) und nach der Bearbeitung mit dem Bildbearbeitungstool Luminar Neo

Statt der Einstellungen an der Kamera ist es im Falle der KI Tools der Prompt (die Eingabeaufforderung an die KI), mit der ich mein Motiv festlege.

Und dann ist es jedes Mal ein kleiner Wow-Moment, wenn die KI ein Ergebnis liefert – fast so, als wenn man gespannt an der Kamera nachschaut, wie die gemachte Aufnahme wohl geworden ist.

Das Schöne an solchen KI-Tools: Du kannst jede Landschaft auf diese Weise “fotografieren”, die du dir erträumen kannst – egal ob ein Abbild der kanadischen Rocky Mountains, der Fjorde Neuseelands oder der Gletscher in Patagonien.

Und das Betrachten (und die Bearbeitung) solcher künstlich erzeugter Naturbilder haben ebenso eine positive Wirkung auf unseren Organismus, wie es die “richtigen” Fotografieren haben.

Sogar “Portraitaufnahmen” von Tieren, die sich kaum von echten Aufnahmen unterscheiden lassen, sind mit solchen KI-Tools möglich.

Wie gesagt:

Das ist natürlich überhaupt kein Ersatz für das draußen Sein in der Natur. Und ja, wir verbringen schon mehr als genug Zeit an Bildschirmen und am Computer.

Aber wenn solche künstlich erzeugten Bilder helfen können, unsere Verbindung zur Natur auch nur ein Stück weit zu verbessern, dann sollten wir offen dafür sein, das zumindest einmal auszuprobieren.

Und wenn es auch nur dafür ist, die Zeit zu überbrücken, bis man endlich wieder draußen an einem See steht oder durch einen wunderschönen Wald geht.

Was denkst du darüber? Es würde mich wirklich interessieren, wie du solche KI-Tools im Zusammenhang mit dem Thema Naturverbundenheit stärken siehst. Schreibe mir gerne einen Kommentar dazu!

Auf den eigenen Körper hören

Vor einiger Zeit habe ich ein Video gesehen, in dem Eckart Tolle, einer der bekanntesten spirituellen Lehrer unserer Zeit, über die Bedeutung der Natur für unser Leben und unsere spirituelle Entwicklung sprach.

In dem Video ging er auch darauf ein, was man machen kann, wenn man in einer großen Stadt wohnt, also keinen Zugang zu ursprünglicher Natur hat.

Also genau das Thema dieses Beitrags 😀.

Und in dem Video sagte er etwas sehr Bemerkenswertes:

Was, wenn du keinen Baum in deiner Nähe hast? Wenn du vielleicht sogar keinen freien Blick auf den freien Himmel hast. Wenn du zum Beispiel in einem Raum ohne Fester sitzt?

“Nun”, meinte er (sinngemäße Wiedergabe), “du hast immer deinen Körper. Und auch der Körper ist Natur”.

Wow, so hatte ich das noch nie gesehen.

Natürlich ist unser Körper genauso Natur, wie die Bäume und Tiere um uns herum. Und wenn wir uns mit unserem Körper verbinden, verbinden wir uns mit der Natur.

Wie?

Im Grunde genommen passiert das immer dann, wenn wir körperlich aktiv sind. Egal, ob beim Spazierengehen, Radfahren, Wandern, Joggen oder bei welcher Sportart auch immer.

Insbesondere, wenn die Bewegungen noch mit einer Achtsamkeitspraxis verbunden sind, wie zum Beispiel beim Yoga, Tai Chi oder andere Bewegungsmeditationen, sind wir besonders präsent in unserem Körper, sind also besonders intensiv mit der Natur verbunden.

In jeder Stadt gibt es entsprechende Kurse, die du besuchen kannst. Und es gibt auch jede Menge Apps, die du nutzen kannst, falls du keine Möglichkeit für einen solchen Kurs hast.

Ich selbst nutze schon relativ lange die App “Down Dog” für meine Yoga-Übungen. Die kann ich dir wärmstens empfehlen + es gibt vom gleichen Anbieter mehrere andere Apps (u.a. für Meditationen), die im Jahresabo enthalten sind (der Preis ist wirklich überschaubar).

Und auch Atemmeditationen und Körperübungen aus der Achtsamkeitslehre, wie der Bodyscan (hier findest du eine Audio-Anleitung der Techniker Krankenkasse dazu), sind gute Möglichkeiten, sich wieder mit dem eigenen Körper und damit mit der Natur zu verbinden.

Bewusst essen

Wir sind es gewohnt, meist nebenbei zu essen und zu snacken, ohne dabei wirklich wahrzunehmen, was und wie viel wir eigentlich konsumieren. Indem wir uns wieder bewusst werden, was auf unserem Teller liegt, können wir ebenfalls eine tiefere Verbindung zur Natur herstellen.

Denn alle unsere Lebensmittel, selbst die extrem verarbeiteten unserer modernen Zeit. haben ihren Ursprung in der Natur.

Und deshalb können wir durch eine bessere Beziehung zu den Lebensmitteln, die wir konsumieren, auch unsere Beziehung zur Natur verbessern.

Du könntest zum Beispiel vor dem Essen einen Moment innehalten und Dankbarkeit für die Geschenke der Erde empfinden – die Pflanzen, Früchte und ggf. Tiere, die uns ernähren.

Ich kann mich daran erinnern, dass es als Kind bei uns zu Hause üblich war, ein kurzes Dankesgebet vor dem Essen zu sprechen. Auch wenn du mit der Kirche vielleicht nicht viel am Hut hast, diese Art von Achtsamkeit stärkt unsere Verbundenheit mit der Natur und lässt uns die Mahlzeit bewusster genießen – völlig unabhängig von irgendwelchen Religionen oder Kirchendogmatiken.

Warum also nicht einfach einmal diese Tradition aufgreifen und beim nächsten Essen vor dem Essen einmal kurz die Augen schließen und in sich ein Gefühl der Dankbarkeit für das Essen wachrufen.

Und diese Dankbarkeit dann raus in die Natur schicken, zu der Sonne, dem Regen, der Erde, den Pflanzen und Tieren und den Menschen, die alle zusammen daran beteiligt waren, dass dieses Essen jetzt vor dir auf dem Teller liegt?

Und dann mit diesem Gefühl der Dankbarkeit jeden Bissen des Essens bewusst genießen?

Das muss gar nicht jedes Mal passieren, aber hin und wieder so ein kleines Dankbarkeitsritual durchzuführen, kann deine Verbundenheit mit der Natur enorm vertiefen.

Und ganz nebenbei profitierst du auch noch von einer besseren Verdauung, wenn du das Essen bewusster und achtsamer – und dadurch auch langsamer – zu dir nimmst.

Und das bringt mich auch schon zur nächsten Möglichkeit, die eigene Beziehung zur Natur zu vertiefen: Meditation und Achtsamkeit.

Meditation & Achtsamkeit

Meditation und Achtsamkeitsübungen bieten weitere Wege, um in Kontakt mit der Natur zu kommen – und das auch dann, wenn du keine wilde, ursprüngliche Natur vor der Haustür hast.

Meditation

Meditation ist ein weites Feld, aber im Grund genommen geht es bei der Meditation darum, den Geist bewusst auf eine Sache zu fokussieren und so den allgegenwärtigen Gedankenfluss zu unterbrechen.

Dadurch kommen wir in den gegenwärtigen Moment und in einen Zustand des Seins, in dem wir die Verbundenheit mit der Welt um uns herum – und eben auch der Natur – spüren können.

Worauf du deinen Geist fokussierst, spielt dabei eigentlich keine Rolle. Wenn du aber als Gegenstand der Konzentration ein Element aus der Natur nimmst, kannst du die Verbindung mit diesem Element besonders gut erfahren und vertiefen.

Du könntest zum Beispiel dein Bewusstsein auf eines der “klassischen” Elemente der griechischen Philosophie – Erde, Wasser, Feuer, Luft – lenken und deine Gedanken auf dieses Element fokussieren.

Wenn der Geist abschweift, bringst du deine Aufmerksamkeit einfach sanft wieder zurück zu diesem Element und vertiefst so deine Verbindung mit dem Element.

In der Huna-Philosophie kennt man die Elemente Stein (Erde), Wasser, Feuer, Luft, Pflanzen, Tiere und Menschen. Auch zu diesem Elementen kannst du eine solche Meditation durchführen.

Oder du nimmst einfach eine bestimmte Pflanze oder ein bestimmtes Tier und stimmst dich in der Meditation darauf ein.

Du könntest zum Beispiel eine Meditation über und mit der Buche als Baumart machen.

Dazu gibt es ein schönes Video von Dr. Wolf-Dieter Storl, der solche Baum-Meditationen mit verschiedenen Teilnehmern durchgeführt hat und in dem Video darüber berichtet, welche Erfahrungen die Teilnehmer dabei gemacht haben:

Dr. Wolf-Dieter Storl über die Meditation mit Bäumen

Genauso könntest du aber auch eine Meditation mit und über den Fuchs, den Adler oder eine Hummel machen und dich in der Meditation für die ganz eigene Präsenz dieser Tierarten in dir öffnen.

Probiere einfach verschiedene “Fokusobjekte” aus und gehe spielerisch an die ganze Sache heran.

Achtsamkeitsübungen

Eine weitere Möglichkeit, die Verbindung zur Natur zu vertiefen, ist es, sie mit all unseren Sinnen bewusst wahrzunehmen.

Oft gehen wir ja eher achtlos an den Wundern der Natur vorbei, ohne dass wir die Schönheit und die Vielfalt dahinter wirklich erfassen. Doch wenn wir uns die Zeit nehmen, achtsam zu sein, können wir eine ganz neue Wertschätzung für die Natur entwickeln.

Beim nächsten Spaziergang könntest du zum Beispiel versuchen, bewusst auf die Geräusche in der Umgebung zu achten: Das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Blätter im Wind oder das Plätschern eines nahen Baches.

Diese natürlichen Klänge können uns in eine Art meditativen Zustand versetzen und so unsere Verbindung zur Natur stärken.

Aber auch unsere anderen Sinne können wir nutzen, um die Schönheit der Natur tiefer zu erfahren.

Nimm einen kleinen, glatten Stein in die Hand und ertaste seine Oberfläche. Betrachte die Farbschattierungen und Muster eines Blattes oder einer Blüte. Atme die frische Luft tief ein und nehme die verschiedenen Düfte wahr.

Solche bewussten Sinneserfahrungen bringen uns wieder in den gegenwärtigen Moment zurück und lassen uns die Wunder der Natur erkennen.

Wir verlieren uns nicht mehr in Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft, sondern sind vollkommen im Hier und Jetzt verankert.

Solche Erfahrungen können uns Ruhe und Gelassenheit schenken und gleichzeitig die Verbundenheit mit der Natur stärken.

The Energy of Nature

Dr. Wolf-Dieter Storl hat in dem Video oben über das Meditieren mit den Bäumen darauf hingewiesen, dass aus seiner Erfahrung heraus von den Bäumen ein Art Schwingung ausgeht, die je nach Baumart ganz unterschiedlich ist.

Tatsächlich bin ich ebenfalls der Meinung, dass es nicht nur die rein materielle Ebene der Realität gibt (im Huna nennt man diese Ebene die “objektive Wirklichkeit”).

Vielmehr liegt hinter dieser objektiven Welt eine Welt des Bewusstseins oder des Geistigen (“Spirits”), aus der die objektive Welt entspringt.

Das ist letztlich ja die Kernannahme dessen, was wir als Spiritualität bezeichnen.

Es ist die Welt der Schwingungen (der “Good Vibes”) und der Energie.

Auch aus physikalischer Sicht besteht das Universum ja letztendlich aus Energie und alles ist Schwingung. Materie und Energie sind äquivalent, und es finden ständig Energieaustausche auf allen Ebenen statt.

Diese Vorstellung mag zunächst etwas ungewohnt sein, doch wenn man sich darauf einlässt, kann es eine faszinierende Erfahrung sein und ermöglicht ganz neue Wege, sich mit der Natur tiefer zu verbinden.

Du könntest zum Beispiel versuchen, mental oder energetisch mit Pflanzen, Bäumen oder anderen Naturerscheinungen zu kommunizieren und ihre Schwingungen zu spüren.

Wie?

Eine Möglichkeit dazu wäre die folgende Übung, die ganz ähnlich funktioniert, wie die von Wold-Dieter Storl beschriebene Baummeditation.

Mit einer Pflanze oder einem Tier energetisch kommunizieren

Suche dir eine Pflanze oder ein Tier aus, mit dem du tiefer in Kontakt treten möchtest. Du musst diese Pflanze oder das Tier für die Übung nicht unbedingt direkt vor dir haben.

Es reicht auch, wenn du ein Bild davon hast oder du kannst dir die Pflanze bzw. das Tier auch einfach nur vor deinem inneren Auge vorstellen.

Am besten funktioniert die Übung allerdings, wenn du in der Natur bist, weil wir in der Natur einfach offener und weniger abgelenkt sind.

Werde jetzt innerlich ruhig und nimm einige Atemzüge.

Dann stelle dir vor deinem inneren Auge bildlich vor, dass es eine Verbindung zwischen dir und der Pflanze oder dem Tier gibt.

Du könntest dir diese Verbindung beispielsweise als einen Lichtkanal vorstellen. Oder du stellst sie dir als einen Weg vor, der von dir zu der Pflanze oder dem Tier führt.

Nimm das Bild, das für dich am passendsten ist.

Dann richtest du innerlich oder laut einige Worte an die Pflanze oder das Tier und stellst dir vor, wie die Informationen über die Verbindung zu der Pflanze bzw. dem Tier hinübergelangen.

Achte dann darauf, was du als Antwort in dir wahrnimmst.

Das können Gedanken oder Wort sein, die plötzlich in deinem Kopf auftauchen. Oder du siehst ein inneres Bild als Antwort. Vielleicht nimmst du die Antwort auch als eine Art Gefühl wahr.

Sei dir bei dieser Übung aber darüber bewusst, dass das, was du als Antwort erhältst, durch den Filter deines Unterbewusstseins gegangen ist.

Die Gedanken, Worte, Bilder oder Gefühle sind also immer von dir und deinem Unterbewusstsein eingefärbt. Du solltest diese Antworten deshalb als Inspiration und nicht unbedingt wortwörtlich verstehen.

Neben dieser Übung gibt es noch eine Vielzahl weiterer Übungen, die du nutzen kannst, um auf dieser energetischen Ebene mit der Natur zu kommunizieren und dich mit ihr zu verbinden.

Obwohl dieser Ansatz nicht für jeden geeignet sein mag, bietet er eine wunderbare Möglichkeit, die Natur auf einer tieferen Ebene zu erfahren und zu verstehen.

Es erfordert allerdings Offenheit und die Bereitschaft, über die rein physische Wahrnehmung hinauszugehen.

Für diejenigen, die sich darauf einlassen, kann es ein kraftvoller Weg sein, die Verbindung zur Natur zu stärken und ein ganzheitlicheres Verständnis der Welt zu entwickeln.

Miniübungen (Daily Flow)

Eine ganze Reihe von kurzen, effektiven Miniübungen, die sich ebenfalls sehr gut eignen, um deine Verbindung zur Natur zu vertiefen, habe ich auf dieser Seite für dich zusammengestellt.

Die Übungen stammen aus dem Waldbaden (Shinrin-yoku), der Achtsamkeitslehre und allgemein aus verschiedenen Coachingrichtungen und haben das Ziel, dich wieder mehr in ein Gefühl des Flow zu bringen.

Und weil sie so schnell und einfach durchzuführen sind, kannst du sie täglich durchführen. Deshalb auch “Daily Flow” – sozusagen deine tägliche Dosis Flow-Gefühl.

Viele dieser Übungen arbeiten mit Naturelementen oder lassen sich besonders gut in der Natur durchführen und sind daher auch bestens geeignet, um deine Beziehung zur Natur zur vertiefen.

Probiere die eine oder andere Übung einfach einmal aus und lass dich überraschen, wie die Übung bei dir wirkt.

P.S.: Natürlich kannst du auch einfach nur hin und wieder eine dieser Übungen machen, auch wenn sie “Daily” Flow heißen – wie alles, sind auch diese Übungen nur Vorschläge und Anregungen dafür, wie du etwas mehr Natur in dein Leben bringen kannst.

Apps

Klingt erstmal wenig nach Natur, aber auch Apps haben ihren Platz, wenn es darum geht, die Verbundenheit zur Natur zu vertiefen.

Grundsätzlich ist es natürlich immer eine gute Ideen, das Handy zu Hause oder zumindest in der Hosentasche zu lassen, wenn es raus in die Natur geht.

Allerdings gibt es einige Apps, deren Nutzung auch (bzw. gerade) in der Natur wirklich empfehlenswert ist.

Zwei davon möchte ich dir hier kurz vorstellen.

Flora incognita

Mit der App Flora incognita (übersetzt soviel wie “unbekannte Pflanzen”) kannst du Pflanzen bestimmen. Egal, ob Gräser, Blütenpflanzen oder Bäume – ein kurzer Check mit der App und du weißt, um welche Pflanze es sich jeweils handelt.

Und das funktioniert dank KI-Integration wirklich sehr einfach und zuverlässig.

Alles, was du tun musst, ist ein oder mehrere Fotos von den Blättern, Blüten und der gesamten Pflanze zu machen (häufig reicht schon ein einziges Foto aus), und schon erhältst du das Ergebnis inkl. Beschreibung des Verbreitungsgebietes und weiterer Besonderheiten zu der Pflanze.

Einzig die Bestimmung von Pilzen ist aus naheliegenden Gründen (Vergiftungsgefahr beim Sammeln von Speisepilzen) mit der App nicht möglich.

Mit der App kannst du aber nicht nur Pflanzen bestimmen, deine Beobachtungen werden auch in einer Beobachtungsliste gespeichert, so dass du jederzeit weißt, wann du wo welche Pflanze entdeckt hast.

Du kannst dir deine Beobachtungen sogar auf einer interaktiven Karte anzeigen lassen.

Bei mir sind so mittlerweile über 200 Pflanzenarten zusammengekommen und es macht jedesmal wieder Spaß, in meinem virtuellen Herbarium herumzustöbern.

Die App ist ein Gemeinschaftsprojekt der Technischen Universität Ilmenau und des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena – gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz und das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz.

Die Förderung macht es möglich, dass die App selbst kostenlos ist.

Im Gegenzug werden die Daten der bestimmten Pflanzen der Forschung für die Auswertung von Verbreitungsgebieten und Populationsentwicklungen zur Verfügung gestellt.

Ein guter Deal, wie ich finde!

BirdNET

Auch die App BirdNET hat das Ziel, dir bei der Bestimmung von Arten zu helfen. Statt um Pflanzen, geht es bei BirdNET aber um die Bestimmung von Vögeln (der Link führt zur deutschsprachigen Projektwebsite, wo du auch den Downloadlink für die App findest. Die englischsprachige Projektwebiste mit noch mehr Informationen und ebenfalls einem Link zum Playstore/Appstore findest du hier).

Die Bestimmung erfolgt allerdings nicht auf Grundlage von Fotos (was auch ziemlich schwierig wäre), sondern anhand des Gesangs der Vögel.

Die Bedienung ist ganz einfach:

Wenn du unterwegs einen Vogel singen hörst, und wissen willst, um welche Art es sich handelt, startest du in der App die Aufnahme.

Die App erstellt aus der Aufnahme ein sogenanntes Spektrogramm, das den aufgezeichneten Gesang bildlich darstellt.

Du wählst dann aus dem Spektrogramm einen Bereich aus, den du analysieren willst und schon sagt dir die App, um welchen Vogel es sich handelt.

Auch das funktioniert recht zuverlässig und es macht einfach Spaß, die Vogelwelt mit der App zu erkunden.

Ganz nebenbei achtest du viel mehr auf die Geräusche um dich herum, wenn du mit der App unterwegs bist, was eigentlich sogar so etwas, wie eine Achtsamkeitsübung ist.

Auch BirdNET stellt dir eine Liste deiner Beobachtungen inkl. Beschreibung der gehörten Arten zur Verfügung.

Und auch bei BirdNET handelt es sich um eine Forschungsplattform, die die Beobachtungen von Bürgern sammelt und für wissenschaftliche Auswertungen nutzt (Citizen Science).

Auf diese Weise ist es möglich, ein flächendeckendes Vogelmonitoring zu betreiben und so zum Beispiel Populationsveränderungen frühzeitig zu erkennen.

BirdNET ist ein Gemeinschaftsprojekt der Technischen Universität Chemnitz und des Cornell Lab of Ornithology.

Und auch BirdNET ist kostenlos!

Natur & Medien

Naturreportagen und Tierfilme gehören auch heute noch im Fernsehen zu den Publikumslieblingen.

Kein Wunder, denn schon das bloße Anschauen von Naturaufnahmen baut Stress ab und steigert das Wohlbefinden – so das Ergebnis der “Real Happiness” Studie, die die Universität von Kalifornien in Berkeley in Zusammenarbeit mit BBC Earth durchgeführt hat.

Für die Studie wurden weltweit über 7.500 Teilnehmer vor und nach dem Ansehen von Naturreportagen nach ihrer Verfassung befragt.

Das Ergebnis war eindeutig: Natur hat einen positiven Effekt auf unseren Gemütszustand, selbst dann, wenn wir nur Filmaufnahmen oder Bilder von ihr sehen.

Das Ansehen schöner und inspirierender Naturaufnahmen ist daher eine weitere Möglichkeit, sich wieder mehr mit der Natur zu verbinden, selbst dann, wenn man keinen Zugang zu solch beeindruckenden Landschaften hat, wie sie in vielen Aufnahmen zu sehen sind.

Naturfilme und Reportagen

Vor allem die öffentlich-rechlichen Fernsehsender haben regelmäßig wirklich sehenswerte Naturfilme und Reportagen in ihrem Programm. Viele davon findest du auch in den Mediatheken von ARD und ZDF.

Ich habe dir hier mal direkt die Natur-Kategorien der einzelnen Mediatheken verlinkt:

Auch im Privatfernsehen gibt es natürlich jede Menge Naturreportagen, bis hin zu Sendern, die ausschließlich solche Reportagen im Programm haben (wie z.B. der Discovery Channel mit seinem Animal Planet).

Youtube

Auf Youtube findest du nicht nur Reparaturvideos zu allem, was du dir vorstellen kannst, Vlogger-Videos, Reiseberichte, Videos über Campervan-Umbauten und Finanztipps, sonder auch jede Menge wunderbarer Naturaufnahmen.

Youtube ist sogar eine wahre Quelle von schönen und beeindruckenden Videos über die Natur, bis hin zu ganzen Folgen von wirklich sehenswerten Naturreportagen.

Gib einfach “Natur, Reportage” in die Youtube-Suche ein und lass dich überraschen, was du alles finden kannst (mit englischen Suchbegriffen wie “nature”, “natural wonder” oder “earth” findest du noch weitaus mehr Videos).

Einige Beispiele gefällig?

Sehenswert sind aber nicht nur die Natur-Reportagen mit ihren spektakulären Aufnahmen. Es gibt auch jede Menge “Scenery” Videos, also Videos, die oft über mehrere Stunden eine oder mehrere besonders schöne Naturplätze im Video zeigen.

Oft unterlegt mit Entspannungsmusik, manchmal auch nur mit der “Musik der Natur”.

Gib für diese Videos einfach “nature, scenery”, “nature, 4k” oder “nature, relaxation” in die Youtube-Suche ein und du findest jede Menge solcher Aufnahmen, die sich auch wunderbar für eine Natur-Mediation eignen.

Auch hier ein paar Beispiele:

Und falls du nach einem bestimmten Naturwunder suchst, dann versuche mal, den Namen davon mit “4k” zu verbinden, also zum Beispiel “Grand Canyon, 4k“.

Damit kannst du atemberaubende Naturaufnahmen von vielen Plätzen der Welt finden.

Unabhängig vom Videomaterial kannst du mit den Videos natürlich auch einfach nur in die Geräusche der Natur eintauchen.

Versuche dazu auch einmal eine Youtube-Suche mit den Suchbegriffen “nature sounds“. Du wirst überrascht sein, was du alles findest!

Auch das einfache Anhören von Klängen und Geräuschen hat nämlich bereits eine positive Wirkung auf das eigene Stressempfinden und darüber auch auf die Gesundheit.

Auch das belegen Studien.

Übrigens: Auf Youtube findest du auch jede Menge Kamin- und Lagerfeuervideos. Damit steht einem gemütlichen Abend vor einem prasselnden Kamin nichts mehr im Wege 😉!

VR – Virtual Reality

Ehrlich gesagt bin ich etwas zwiegespalten, was VR (Virtual Reality) als Zugang zur Natur angeht.

Falls du nicht weißt, was VR bedeutet:

Dabei werden Bilder/Videos mittels eines Headsets (einer “Brille” mit eingebauten Displays) und entsprechend starken Linsen so dicht vor den Augen angezeigt, dass du den Eindruck gewinnst, mitten in der Szene zu stehen.

Im Prinzip ganz ähnlich, wie die 3D-Viewer mit den runden Bildscheiben, die in den 1980er-Jahren weit verbreitet waren.

Der Unterschied zur heutigen VR:

Wenn du den Kopf bewegst, passen sich dank eines im Headset eingebauten Computers die Bilder und Videos an die veränderte Kopfposition an. Das bedeutet, dass du dich in der Szene, in der du stehst, umschauen kannst.

Bei vielen Apps kannst du dich sogar in der Szene bewegen, du kannst also wirklich umherlaufen (Achtung: Tisch! 😉).

Eben Virtual Reality – Virtuelle (künstliche) Realität.

Eine Person mit Virtual-Reality-Headset und Kopfhörern steht in einer Waldlandschaft mit Blumen, Bäumen und einem Bach unter einem hellen Himmel.

Virtuelle Naturwelten mit VR erkunden?

Und mit VR kannst du natürlich auch wunderbar virtuelle Natur-Szenen erleben. Auch dazu gibt es eine ganze Reihe Apps, die das ermöglichen, zum Beispiel Wander, BRINK Traveller, Nature Treks VR – um nur einige zu nennen.

Warum bin ich trotzdem zwiegespalten?

Zum einen sind die Headsets immer noch relativ klobig und auf Dauer unbequem zu tragen. Das ist mit der neuen Meta Quest 3 (Werbung) zwar etwas besser geworden, aber wirklich angenehm ist das Tragen auf Dauer (noch) nicht.

Zum anderen – und das ist der weitaus wichtigere Grund – habe ich nach einem solchen VR-Erlebnis nicht das Gefühl, neue Energie zu haben. Es ist im Gegenteil eher so, dass ich das Gefühl habe, nach dem “Aufenhalt” in der virtuellen Realität weniger Energie zu haben.

Aber vielleicht hat das auch einfach mit dem mangelnden Tragekomfort zu tun. Faszinierend finde ich die Möglichkeiten, die solche VR-Anwendungen bieten, nämlich allemal.

Für ältere Menschen oder Menschen, die krankheitsbedingt keine großen Strecken zurücklegen können, könnten solche VR-Anwendungen eine Möglichkeit sein, die Natur zumindest ein klein wenig intensiver zu erleben.

Tatsächlich gibt es dazu sogar Studien, die zeigen, dass ältere Menschen von solcherart virtuellen Naturerlebnissen profitieren können.

Und was man auch nicht vergessen sollte: Auch wenn wir “wirklich” in der Natur sind, erleben wir alle Natureindrücke durch den Filter unserer Sinne – also letztlich auch irgendwie virtuell.

Was ist deine Meinung zu solchen VR-Anwendungen? Mich würde wirklich interessieren, wie du dazu stehst! Schreib mir gerne einen Kommentar dazu unter diesen Artikel.

Bücher

Von den Hightech-Medien zurück in die klassische Welt der Medien: Romane, Reiseberichte und Bildbände.

Denn auch die haben das Potential, unsere Beziehung zur Natur zu vertiefen und so mehr Natur in unser Leben zu holen.

Wie groß dieses Potential ist, habe ich schon in meinen Kindheitstagen erfahren. Damals hatte ich zwei Bücher, die ich als meine ganz persönlichen Schätze betrachtet habe und die beide heute noch in meinem Regal stehen:

“Der große Atlas des Tierlebens” und “Mit Yogi-Bär durch die Natur”.

Ich habe etliche Stunden damit verbracht, in den beiden Büchern zu blättern und mich in die Welt dieser Bücher hineinzuträumen.

“Mit Yogi-Bär durch die Natur” spielt vor allem im Yosemite-Nationalpark in den USA – vielleicht erklärt das meine Leidenschaft für die US-Nationalparks.

Beide Bücher haben mich mit ihren Grafiken und Abbildungen der Natur tief geprägt.

Bildbände

Noch wesentlich mehr beeindruckende Naturaufnahmen bieten Bildbände (Werbung), die es zu so gut wie jedem Naturthema gibt.

Dass bereits das Anschauen von Naturfotografien eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden hat, hatte ich ja schon mehrfach erwähnt.

Bildbände sind daher eine weitere sehr gute Möglichkeit, mehr Natur in sein Leben zu bringen.

Es gibt kaum etwas Schöneres, als sich abends statt vor den Fernseher mit einem tollen Bildband in einen gemütlichen Sessel zu setzen und sich in die wunderbaren Landschaften hineinzuversetzen, die in diesen Bildbänden abgebildet sind.

Aber Bildbände sind natürlich nicht die einzigen Bücher, die sich dazu eigenen.

Romane und Reiseberichte

Wer kennt nicht den amerikanischen Autor Jack London, der in seinen Büchern über den Goldrausch in Alaska (“Lockruf des Goldes”) oder die Wildnis der Rocky Mountains (“Wolfsblut”, “Der Ruf der Wildnis”) schreibt?

Oder Mark Twain´s “Die Abenteuer des Huckleberry Finn” und “Die Abenteuer des Tom Sawyer”, in denen der Autor die Erlebnisse der beiden Jungen am und auf dem Mississippi des 19. Jahrhunderts beschreibt?

Solche Bücher sind geeignet, ein tief verwurzelte Liebe zur Natur in uns zu entfachen, weil sie uns zeigen, wie viel Freiheit wir in der Natur finden und erleben können.

Die Bücher von John Muir, von denen viele leider nur auf Englisch verfügbar sind, gehören ebenfalls in diese Kategorie.

Der schottisch-stämmige Muir ist als Autor, Botaniker, Zoologe, Glaziologe und Umweltphilosoph bekannt und wird oft als “Vater der Nationalpark-Idee” bezeichnet.

Auch die Werke des amerikanischen Dichters, Autors, Naturforschers und Umweltphilosophen Henry David Thoreau gehören in diese Kategorie von Büchern, die geeignet sind, ein tiefes Verständnis und eine tiefe Verbindung zur Natur in uns zu erwecken.

“Wollt Ihr Euch wohl fühlen, dann achtet darauf, mit jeder Stimmung der Natur in Harmonie zu sein.”

Henry David Thoreu in “Walden, Ein Leben mit der Natur”

Berühmt ist sein Roman “Walden. Ein Leben mit der Natur(Werbung), in dem er über sein Leben fern von der Zivilisation in einer Blockhütte am See Walden in Massachussets schreibt, in der er über zwei Jahre gelebt hatte.

Aber natürlich gibt es auch viele moderne Erzählungen, Romane und Reiseberichte, die uns der Natur näher bringen können.

Genannt seien hier nur Andreas Kieling´s “Durchs wilde Deutschland(Werbung) oder Norbert Leitner´s “In der Natur zu Hause: Geschichten von draußen(Werbung).

Im anglo-amerikanischen Raum ist mittlerweile sogar eine ganz eigene Literaturrichtung dazu entstanden, das “Nature Writing“.

In diesem speziellen Literatur-Genre geht es darum, persönliche Erfahrungen aus und mit der Natur in Worte zu fassen und schriftstellerisch zu verarbeiten.

Bei uns in Deutschland ist das Nature Writing, oder das Schreiben über die Natur, noch nicht so verbreitet. Aber man darf gespannt sein, was die kommenden Jahre an neuen Werken in diesem speziellen Literatur-Genre bereithalten.

Denn solche Bücher sind geeignet, unsere Phantasie anzuregen und innere Bilder von der Natur in uns entstehen zu lassen, die eine tiefe Verbundenheit mit der Natur in uns schaffen können.

Einiges gibt es zum Glück aber auch jetzt schon in der deutschsprachigen Literaturlandschaft zum Thema “Nature Writing” – siehe die beiden bereits erwähnten Bücher von Andreas Kieling und Norbert Leitner.

Gib einfach “Natur, Reiseberichte” als Suchbegriffe bei der Buchplattform deiner Wahl ein, und du erhältst weitere Beispiele für Bücher dieses interessanten Literatur-Genres.

Haustiere

Haustiere – egal, ob Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Vögel, Fische oder Reptilien sind natürlich auch eine gute Möglichkeit, mehr Natur ins Leben zu bringen.

Eigentlich sogar eine sehr gute Möglichkeit.

Speziell Hunde bringen uns dazu, nicht nur viel Zeit mit unserem vierbeinigen Freunden zu verbringen, sie halten uns zusätzlich dazu an, viel Zeit in der Natur zu verbringen – und das bei jedem Wetter.

Dass ich die Haustiere hier als letzten Punkt meines Artikels aufführe, ist allerdings kein Zufall.

Denn ein Haustier bei sich aufzunehmen, geht mit sehr viel Verantwortung einher. Viel mehr, als viele Menschen sich klar machen, wenn sie sich ein Haustier anschaffen.

Die Folge: Viel zu viele dieser Tiere landen in den ohnehin schon überfüllten Tierheimen – für die betroffenen Tiere meist eine mit viel Leid und Schmerz verbundene Erfahrung.

Den Punkt Haustiere habe ich daher eigentlich nur mit in meine Aufzählung aufgenommen, um eine Bitte an dich auszusprechen:

Falls du mit dem Gedanken spielst, dir ein Haustier zuzulegen, mache dir VORHER klar, was das bedeutet. Wie viel Zeit, Energie und auch Geld du investieren musst, damit dein neuer Freund sich wirklich dauerhaft bei dir wohlfühlen kann.

Dann allerdings sind Haustiere eine wundervolle Möglichkeit, eine tiefe Verbindung nicht nur zu (d)einem Tier, sondern damit auch zur gesamten Natur aufzubauen.

Ich bin meinem Hund Jacky jedenfalls jeden Tag dankbar für die vielen, vielen Stunden, die ich mit ihm verbringen durfte und dafür, dass er mir seit vielen Jahren ein treuer Freund und Begleiter ist.

Fazit

In diesem Artikel habe ich dir eine Reihe von Möglichkeiten aufgezeigt, wie du mehr Natur in dein Leben bringen kannst, selbst dann, wenn du keine beeindruckenden Naturlandschaften direkt vor der Haustür hast.

Einige davon sind relativ schnell umzusetzen, andere sind vielleicht etwas aufwändiger.

Starte einfach mit dem, was dich am meisten anspricht und was sich für dich richtig anfühlt.

Denn:

Die eigene Verbundenheit zur Natur zu vertiefen und zu stärken, ist ein fortdauernder Lernprozess, bei dem es immer auch darum geht, den eigenen Weg und den eigenen Zugang zur Natur zu finden.

Dann kann die Natur zu einer wahren Quelle von Kraft und Inspiration in deinem Leben werden – denn unsere Beziehung zur Natur ist immer auch ein Spiegel unserer Beziehung zu unserer eigenen Natur.

Weil wir ein Teil der Natur sind.

Natürlich gibt es noch jede Menge weiterer Möglichkeiten, wie du diese Verbindung zur Natur stärken und festigen kannst.

Techniken aus dem Huna oder aus verschiedenen Coaching-Bereichen zum Beispiel, die sich wunderbar für diesen Zweck eignen.

Da die Beschreibung solcher Techniken aber zu lang wäre, wird es dazu eigene Artikel geben.

Ende

Damit sind wir am Ende der Artikelserie “Wo bitte geht´s hier zur Natur?” angelangt.

Als ich die ersten Abschnitte dazu geschrieben habe, hatte ich keine Vorstellung davon, wie lang die ganze Reihe schließlich werden würde.

Ursprünglich wollte ich ja nur einen ganz normalen, kleinen Blogbeitrag zu dem Thema verfassen.

Im Laufe des Schreiben habe ich dann aber gemerkt, wie viel es eigentlich zu dem Thema zu sagen gibt. Und so wurden aus einem kleinen Artikel insgesamt drei Artikel – noch dazu recht lange drei Artikel.

Ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich mich nicht kürzer fassen konnte.

Für die nächsten Blogartikel habe ich mir aber fest vorgenommen, dass es nur noch Artikel werden, die sich mit einzelnen Aspekten eines Themas befassen, so dass die Lesezeit für die Artikel nicht ausufert.

Versprochen! 😉