
Geräusche-Fotograf ist zwar kein Beruf, aber eine wunderbare Mikroübung, mit der du schnell zurück in deine Balance kommen kannst.
Und das gleich in zweierlei Hinsicht.
Denn einerseits bringt die Übung dich wie alle Achtsamkeitsübungen sehr schnell wieder in den gegenwärtigen Moment zurück.
Und da Stress meist aus den sorgenvollen Gedanken resultiert, die wir uns über die Zukunft machen, holt die Übung dich zuverlässig aus dem Stress heraus.
Gleichzeitig trainiert die Übung das "Thinking outside the Box" - das Denken außerhalb der gewohnten Bahnen. Und das ist oft eine wichtige Voraussetzung, um Lösungen für Probleme zu finden, die einen sonst aus der Balance bringen.
Und ganz nebenbei macht die Übung auch noch richtig viel Spaß!
Uns so funktioniert sie:
Nimm dir bei deinem nächsten Ausflug dein Kamerahandy mit oder - falls du lieber "digital detoxen" möchtest, schneide dir aus Pappe ein Passepartout zurecht, das die als Kameraersatz dienen kann.
Und dann gehst du hin uns versuchst, ein Geräusch, dass du hörst und das du schön findest, zu fotografieren.
Häh?
Genau, dafür musst du schon etwas kreativ werden. Wie kann man das Rauschen des Windes in den Bäumen in einem Bild fotografisch festhalten?
Wie kann man den Vogelgesang bildhaft darstellen? Nicht den Vogel wohlgemerkt, sondern seinen Gesang!
Kleiner Tipp: Versuche, abstrakt zu denken, das Geräusch symbolisch darzustellen oder dessen Wirkung zu zeigen.
Vielleicht hast du schon ein paar Ideen? Falls nicht, hier einmal ein paar Anregungen:
- Das leicht unscharfe Foto einer Baumkrone könnte das Rascheln der Blätter im Wind darstellen
- Die Reflektion einer Landschaft in einer Pfütze, deren Oberfläche nicht glatt, sondern etwas gekräuselt ist, könnte für das Plätschern der Regentropfen eines Sommerregens stehen
- Das Lichtspielt des Sonnenlichts in einer Baumkrone könnte die verspielte Melodie eines Vogelgesangs repräsentieren
- Die Feder eines Bussards am Waldboden vor einem blauen Himmel fotografiert könnte den Ruf des Bussards repräsentieren
Und natürlich kannst du auch mit Gegenständen aus der Natur arbeiten, um "dein" Geräusch zu fotografieren, zum Beispiel, indem du mit Fichtenzapfen und kleinen Ästen Noten formst, die für den Gesang eines Vogels stehen.
Lass deiner Phantasie freien Lauf - den genau darum geht es in dieser Übung!
Und falls die gar nichts einfällt, dann ist vielleicht die Übung "Unsichtbarkeitszauber" etwas für dich, die du ebenfalls hier bei den Bear Power Übungen findest.
Bei der geht es darum, etwas zu fotografieren, was man nicht sehen kann. Und das sind nicht nur Geräusche.