Abstraktes Gemälde mit lebendigen Herzen und Farbtupfern im Hintergrund.

Meine Smartwatch hat einen Sensor, der permanent misst, wie gestresst ich gerade bin.

Mal abgesehen davon, dass einen das auch schon irgendwie stressen kann (man kann die Funktion aber zum Glück auch deaktivieren 😀), steckt dahinter eine ausgefeilte Technik.

Und die misst die sog. "Herzratenvariabilität". Dazu musst du wissen, dass unser Herz nicht immer so gleichmäßig schlägt, wie wir das vermuten.

Vielmehr passt sich das Herz permanent an die aktuellen Erfordernisse an und schlägt mal etwas schneller und mal etwas langsamer.

Zwischen zwei Herzschlägen liegt also immer eine etwas unterschiedliche Zeitspanne - die Herzratenvariabilität.

Forschungen haben nun gezeigt, dass wir umso besser mit Stress umgehen können (bzw. im Umkehrschluss umso entspannter sind), je höher diese Herzratenvariabilität ist.

Cool dabei: Wir können die Herzratenvariabilität direkt beeinflussen.

Und zwar über unsere Atmung. Genau das macht die Herzatmungs-Übung, die ich dir hier vorstellen möchte.

Und die geht ganz einfach:

  • Setze oder lege dich bequem hin (am besten natürlich wie immer, in der Natur).
  • Atme einige Male ganz normal ein und aus.
  • Jetzt konzentriere dich bei jedem Ein- und Ausatmen auf die Region deines Herzens (das liegt mittig etwas nach links versetzt hinter deinem Brustbein).
  • Versuche, in dir das Gefühl wachzurufen, durch dein Herz die Luft ein- und auszuatmen.
  • Mache das für einige Atemzüge oder aber so lange, wie es sich für dich gut anfühlt.

Die Übung ist geeignet, Körper und Geist zu entspannen und die Herzratenvariabilität zu steigern. Wenn du ebf. eine Smartwatch mit HRV-Messung hast (HRV = Herzratenvariabilität), dann kannst du die Wirkung sogar direkt an der Smartwatch ablesen.

So hilft die Übung dir dabei, mit stressreichen Situationen besser umzugehen und schneller wieder in die Balance kommen, falls es doch einmal zu viel Stress geben sollte. 

P.S.: Wie immer, gilt auch für diese Übung: Kontaktiere einen Arzt, wenn du unsicher sein solltest, ob die Übung für dich geeignet ist. Das gilt insbesondere, wenn du Herzprobleme hast, solltest du vorher mit deinem Arzt sprechen.