Ein Baum mit vielen Ästen.

Bei den Germanen wurden Bäume als Orte der Begegnung mit den Göttern angesehen.

Und es war es üblich, unter den Bäumen die Götter um Rat zu fragen, wenn man in einer Sache nicht weiterwusste.

So bekam man neue Ideen und Impulse, mit denen man sein Problem vielleicht besser lösen konnte, als mit dem, was man vorher probiert hatte.

Tatsächlich waren und sind Bäume in vielen Kulturen heilig und werden als weise und wissend verehrt.

Wir haben heute zwar einen anderen Blick auf die Bäume, aber warum nicht trotzdem einfach einmal ausprobieren, wie es ist, einen Baum um Rat zu fragen?

Von Albert Einstein ist der Satz überliefert, dass man Probleme niemals mit derselben Denkweise lösen kann, durch die sie entstanden sind. Und das gilt natürlich auch für die Probleme, die Stress in unserem Leben verursachen.

Und einen Baum um Rat zu fragen, dürfte für die meisten von uns tatsächlich eine neue Denkweise darstellen.

Es muss ja nicht gleich das größte Problem sein, zu dem wir die Bäume um Rat fragen. Für den Anfang reichen vielleicht schon die kleinen Probleme des Alltags aus, um neue Inspirationen zu erhalten.

Und wer weiß, vielleicht gehst du mit einer ganz neuen Erkenntnis aus dem Wald heraus?!

Bereit? Dann los!

Schlendere für diese Übung einfach ein wenig durch den Wald, wobei du an ein Problem denkst, für das du eine Lösung suchst.

Bitte die Natur und die Bäume um dich herum, dir bei der Lösung des Problems zu helfen.

Schaue dich um und fühle in dich hinein, ob es einen Baum gibt, bei dem dein Blick hängenbleibt und bei dem du das Gefühl hast, dass er dir eine Inspiration zu deinem Problem schenken kann und möchte.

Gehe dann zu diesem Baum und stell dich vor ihn.

Versuche, dich so gut wie möglich zu entspannen. Das kann durch ein paar langsame, tiefe und bewusste Atemzüge passieren oder du nutzt eine dir bekannte Entspannungstechnik dafür.

Dann stelle dem Baum laut oder in Gedanken deine Frage. Bitte ihn, dir eine Antwort zu schicken, die dir bei der Lösung deines Problems helfen kann.

Achte darauf, welche Emotionen, Bilder oder Eingebungen in deinem Inneren auftauchen,

Sie stellen in der Sichtweise dieser Übung die Antwort des Baumes dar.

Wenn du die Übung einige Male gemacht hast, wirst du schnell zwischen den eigenen Gedanken und den Inspirationen, die du von dem Baum erhältst, unterscheiden können.

Wichtig: Gehe eher spielerisch an die Sache heran. Der Baum wird dir mit Sicherheit keine Anweisungen geben, was du tun sollst.

Das entscheidest du immer alleine.

Aber du erhältst durch die Übung neue Ideen, mit denen du weiterarbeiten kannst.

Übrigens, du musst nicht unbedingt mit einem Problem “aufwarten”, um von einem Baum Inspirationen zu erhalten.

Bitte doch einfach einen Baum, der dich besonders anspricht, um eine ganz allgemeine Idee dafür, was für dich gerade wichtig ist und was dir gut tun würde.

Und dann lass dich überraschen, welche neuen Erkenntnisse in deinem Kopf auftauchen!