Eine Frau macht mit ihren Händen einen Rahmen.

Wenn man verliebt ist, läuft man mit der berühmten rosaroten Brille durch die Welt. Alles ist toll, und egal was der neue Partner oder die neue Partnerin macht, es wird so interpretiert, dass es zum Verliebtsein passt.

Im NLP (das Neurolinguistischen Programmieren) würde man sagen, dass man das Verhalten des anderen reframed – ihm also einen neuen Bedeutungsrahmen gibt. In dem Falle einen, der das positive Bild, das man vom anderen hat, nicht gefährdet oder gar zum Einsturz bringt. 

Diesen Ansatz kannst du auch nutzen, um dir ein anderes Bild von dem Stress zu machen, den du vielleicht gerade jetzt in diesem Augenblick erlebst.

Wie?

Indem du a) entweder dem Stresserleben selbst eine neue Bedeutung gibst oder b) den Auslösern deines Stresses einen neuen Bedeutungsrahmen gibst.

Im ersten Fall könntest du z.B. sagen, dass der Stress, den du erlebst, dich daran erinnert, dir selbst etwas Gutes zu tun. Indem du dir z.B. bewusst etwas Zeit nimmst für etwas, das du gerne tust. Oder zumindest das als erstes nachzuholen, wenn der schlimmste Stress überstanden ist.

Die Stressgefühle werden dadurch von etwas Schlimmem, das du ablehnst, zur Erinnerung an etwas Gutes.

Und alleine das entspannt dich schon etwas.

Im zweiten Fall, wenn dich z.B. ein Abgabetermin unter Druck setzt, könntest du dir sagen “Zeitdruck hilft mir, mich besser zu konzentrieren und effektiver zu arbeiten”. Oder du findest einen anderen Bedeutungsrahmen, der dich den Stressauslöser etwas entspannter sehen lässt.

Der Waldbaden-Coach Jörg Meier, bei dem ich meine Waldbaden-Ausbildung gemacht habe, empfiehlt in seinem Buch “Im Wald baden”, sich bei einem Waldbesuch einfach einmal einen Rahmen aus kleinen Stöckchen zu basteln und diesen zu Hause auf den Schreibtisch zu stellen.

So hast du immer eine Erinnerung daran vor Augen, dass du den Stress in deinem Leben auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten kannst.