Die Hände einer Person halten Erde in einem Garten.

“Waldluft ist Medizin zum Einatmen”, sagt der Waldbaden-Experte Jörg Meier. Und das gilt nicht nur für die Luft im Wald, sondern auch für den Waldboden.

Nimm bei deinem nächsten Spaziergang im Wald einmal eine Handvoll Waldboden in die Hand und rieche daran.

Damit aktivierst du nicht nur deinen Geruchssinn, was dich wieder in das Hier und Jetzt zurückbringt und so automatisch für eine Stressreduktion sorgt. Das Riechen an frischem Waldboden ist ein wahres Gesundheitselixier.

Grund dafür sind unter anderem die Pilze und Bakterien, die im Waldboden leben. Allen voran und am besten untersucht, das Mycobaccterium vaccae.

Studien an Mäusen haben gezeigt, dass der Kontakt mit diesem Bakterium den Serotoningehalt (das “Wohlfühlhormon”) im Blut erhöht, während gleichzeitig der Cortisolgehalt sinkt (Cortisol ist auch als das Stresshormon bekannt).

Diese Effekte sind so dramatisch, dass die Pharmaindustrie aus dem Bakterium ein Medikament entwickelt hat, dass bei Depressionen zum Einsatz kommt.

Das Mycobacterium vaccae hat noch weitere positive Wikrungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. So verbesserte der Kontakt mit dem Bakterium z.B. auch die kognitiven Leistungen von Versuchsmäusen in einem Labyrinth.

Mit anderen Worten: Das Riechen von frischem Waldboden kann den Kopf freimachen und das Denkvermögen ankurbeln. Das kann helfen, neue Wege zu finden, um mit problematischen Situationen im Alltag besser umzugehen.

P.S.:
Ganz passend dazu wurde der Waldboden zum Boden des Jahres 2024 gewählt 😀.