Nahaufnahme eines schlammigen Turnschuhs auf einem Pfad, im Hintergrund ist das zweite Bein teilweise sichtbar.

    Nordic Walking kennst du bestimmt. Aber hast du auch schon mal etwas von Zen Walking gehört? Vermutlich nicht, denn ich habe mir den Begriff ausgedacht.

    Die Übung dahinter gibt es allerdings wirklich und sie ist angelehnt an eine alte buddhistische Tradition – die Geh-Meditation.

    Und die “geht” ganz einfach – im wahrsten Sinne des Wortes.

    Also: Einfach gehen!

    Setze einen Schritt vor den anderen, achte darauf, wie dein Fuß den Boden berührt und wie es sich anfühlt, wenn er über den Boden abrollt.

    Nimm alle deine Sinne wahr. Nimm die Beschaffenheit des Bodens wahr, nehme die Umgebung wahr, in der du gehst. Gehe bewusst langsam, fühle beim Gehen in dich hinein und spüre das Ein- und Ausatmen im Rhythmus deiner Schritte.

    Geh-Meditation ist daher mehr, als einfach nur langsam zu gehen und dabei seinen Gedanken nachzuhängen.

    Bei der Geh-Meditation geht es darum – so gut es geht – in den gegenwärtigen Moment einzutauchen und sich ganz auf das Gehen einzulassen.

    Und das hat viele positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Denn wer ganz im Prozess des Gehens aufgeht, der kann nicht mehr seinen sorgenvollen Gedanken nachhängen.

    Unser Gehirn ist eben nicht multitaskingfähig – entweder stressverursachenden Gedanken nachhängen oder sich auf das Gehen konzentrieren.

    Beides gleichzeitig geht nicht!

    Am besten eignen sich für die Geh-Meditation natürlich möglichst ruhige Orte. Und am allerbesten ist die Geh-Meditation, wenn du sie in der Natur machen kannst.

    Denn dann hast du zusätzlich noch die vielen positiven Wirkungen des Aufenthaltes in der Natur “on top”.

    Und wenn du die Geh-Meditation im Wald praktizierst, dann bist zu ziemlich nahe dran an der ursprünglichsten Form des Waldbadens.

    Übrigens: Im Buddhismus wird die Geh-Meditation sowohl im Kreis gehend, als auch auf kurzen geraden Strecken praktiziert. Geh-Meditation kannst du aber auf jeder Strecke und bei jeder Gelegenheit praktizieren und üben.

    Und wenn es am Anfang noch nicht so gut klappt, dann praktiziere einfach immer mal wieder zwischendurch für einen kurzen Abschnitt die Geh-Meditation.

    Also dann, auf geht´s 😀!