Eine malerische Strandszene mit Palmen, Wellen und Bergen im Hintergrund unter einem teilweise bewölkten Himmel mit einer markanten Sonne.

Eine wunderbare Übung, um sich zu zentrieren und in seine Mitte zu kommen, ist die aus der hawaiianischen Huna-Philosophie stammende Piko Piko – Atmung. Die Grundform davon habe ich dir in dieser Mini-Übung beschrieben (der Link öffnet in einem neuen Fenster, damit du wieder zu dieser Übung zurückkehren kannst).

Es gibt aber auch eine Reihe von Varianten der Piko Piko – Atmung, die Elemente aus der Natur mit in die Übung einbauen.

Du kannst diese Varianten zum Beispiel nutzen, um Stressgefühle aufzulösen, deine Energie nach oben zu bringen oder auch, um eine bestimmte Eigenschaft eines Naturelements in dir zu verstärken.

Eine schöne Anwendung dieser Piko Piko – Varianten besteht auch darin, einfach nur die Verbindung zur Natur um dich herum zu vertiefen.

In dieser Mini-Übung schauen wir uns an, wie du mit der Piko Piko -Atmung Stressgefühle auflösen kannst.

Solltest du die Piko Piko – Atmung noch nicht kennen, dann schau dir aber auf jeden Fall zuerst die Mini-Übung mit der Grundform an.

Stressgefühle auflösen

Stress entsteht im Kopf, aber er ist im Körper spürbar. Grundsätzlich ist es so, dass jedes Gefühl, das wir haben, von einer Körperwahrnehmung begleitet wird.

Und das gilt eben auch für Stressgefühle.

Falls du also gerade in einer stressreichen Phase bist, gehe einmal kurz in dich hinein und überlege, wie sehr auf einer Skala von 1 bis 10 du dich gerade in Bezug auf deinen Stressauslöser gestresst fühlst.

Eine 1 bedeutet, dass du gar nicht gestresst bist, eine 10 bedeutet, dass du maximal gestresst bist. Wo liegt dein Wert?

Achte jetzt einmal darauf, wo du im Körper den Stress wahrnimmst, wenn du dich gestresst fühlst. Vielleicht spürst du ein Gewicht auf den Schultern oder ein Ziehen im Brustraum, wenn du an die Stresssituation denkst.

Konzentriere dich dann beim Einatmen auf diese Körperwahrnehmung.

Genau wie bei der Grundform, kannst du auch hier eine Hand auf die Stelle legen, um dich besser auf den Bereich fokussieren zu können, in dem du die Körperwahrnehmung spürst.

Beim Ausatmen konzentrierst du dich dann auf irgendetwas, was möglichst weit weg ist. Das können die Wolken am Himmel, der Horizont oder eine Reihe von Baumwipfeln von etwas weiter weg stehenden Bäumen sein.

Beim Einatmen konzentrierst du dich wieder auf deine Körperwahrnehmung.

Wiederhole das für 1 bis 2 Minuten – so, wie es sich für dich richtig anfühlt.

Spüre jetzt noch einmal in dich hinein, wie ausgeprägt dein Stressgefühl auf der Skala von 1 bis 10 jetzt ist, Du erinnerst dich: Eine 1 bedeutet, dass du gar nicht gestresst bist, eine 10 bedeutet, dass du maximal gestresst bist.

Sehr wahrscheinlich wird sich dein Wert zumindest etwas verringert haben. Jede kleine Änderung ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung und zeigt deinem Unterbewusstsein, dass der empfundene Stress veränderbar ist.

Aus Sicht der Huna-Philosophie regt die Übung den Energiefluss in deinem System an, so dass blockierte Energien im Zusammenhang mit deinem Stressgefühl wieder ins Fließen (engl. Flow) kommen.

Wieder in den Flow kommen hat hier also ein ganz praktische Bedeutung!